Broukal zu Uni-Kollektivvertrag: SPÖ unterstützt WissenschafterInnen

Schnelle Molterer-Absage unverständlich - Berechnungen von Rektoren abwarten

Wien (SK) - "Die SPÖ unterstützte schon bisher die Kollektivvertragsbestrebungen und den Wunsch nach ordentlicher Bezahlung und wird dies auch in Zukunft tun. Der jetzt ausverhandelte Kollektivvertrag ist ohnedies etwas, das weit unter dem liegt, was international üblich ist", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Antwort von Finanzminister Molterer, die Unis sollten die Mehrkosten aus dem Kollektivvertrag aus dem Globalbudget bedecken, bezeichnete Broukal als "plumpe Zurückweisung der Anliegen der Wissenschaft". "Das Universitätsgesetz 2002 hat es möglich gemacht, angehende Wissenschafter wie Tagelöhner zu behandeln - eine kurzsichtige Politik, weil man die besten Köpfe so nicht halten kann. Es gehört eine große Portion menschlicher Perfidie dazu, Leute die jahrelang studiert haben in prekäre Dienstverhältnisse mit unzumutbarer Bezahlung zu drängen", kritisierte der SPÖ-Wissenschaftssprecher. ****

Die SPÖ sei "fest entschlossen", das Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen zu realisieren. "Es ist nicht nur ein Gebot der Vernunft hinsichtlich des internationalen Wettbewerbs um die besten Köpfe, sondern auch ein Gebot der Fairness gegenüber dem wissenschaftlichen Nachwuchs", meinte Broukal.

Broukal weiter: "Die Rektoren müssen endlich die seit einem halben Jahr versprochenen Berechnungen zu den Kollektivvertrags-Mehrkosten auf den Tisch legen. Erst wenn der Betrag bekannt ist, kann man vernünftig darüber diskutieren, was den Unis selbst zuzumuten ist und was der Bund erbringen muss." Für den SPÖ-Wissenschaftssprecher ist es absolut unverständlich, dass Molterer ohne die Zahlen zu kennen eine plumpe "kommt-nicht-in-Frage-Antwort" gibt. "Molterer war offensichtlich nie bei Gesprächen dabei bzw. hat sich nie über die Gespräche informiert. Ansonsten wüsste er, dass allen Beteiligten klar war (auch Gehrer und Neugebauer), dass die Rektoren zuallererst sagen müssen, was eine ordentliche Bezahlung und vernünftige Arbeitsbedingungen kosten. Bis die Zahlen der Rektoren auf den Tisch liegen, hat sich hoffentlich auch Finanzminister Molterer erkundigt, was den Universitäten und den dort Beschäftigten versprochen wurde. In der SPÖ finden die WissenschafterInnen jedenfalls eine Verbündete", so Broukal abschließend. (Schluss) ah/mm

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