Schmied: Bildung, Innovation und Kreativität auch in Österreich übergreifend betrachten

Kunstministerin bei Auslandskulturtagung

Wien (SK) - "Bildung, Innovation und Kreativität sind zentrale Wettbewerbs- und Standortfaktoren auf EU-Ebene, wo sie konsequent 'zusammengedacht' werden. Man sollte diese Faktoren auch in Österreich übergreifender betrachten, immerhin ist Bildung die Grundlage für Innovation und Wirtschaftsentwicklung, sowie für eine gesellschaftliche Entwicklung in Frieden", regte Kunstministerin Claudia Schmied am Donnertag im Zuge ihres Referats zum Thema "Bildung. Innovation. Kreativität. Grundpfeiler einer europäischen Politik" bei der Auslandskulturtagung im Rahmen der Botschafterkonferenz in Wien an. " Ein weiteres zentrales Anliegen ist Schmied der interkulturelle Dialog: "Dieser beschränkt sich nicht nur auf Sprachförderung, sondern bezieht sich auch auf ein Leben unter unterschiedlichen kulturellen Vorstellungen". ****

"Große Hoffnungen" setzt Schmied auf Linz, das 2009 europäische Kulturhauptstadt sein wird. "Die Stadt wird sich dem Thema der Kulturvermittlung widmen und in Kooperationen mit Schülern sicherstellen, dass die Nachhaltigkeit des Projekts gegeben ist", nannte sie die Pläne der Stadt einen "Beispiel gebenden und wesentlichen Beitrag zur kulturellen Bildung".

Der zehnte Mai 2007 bleibt Schmied als Datum in Erinnerung, an dem "Bemerkenswertes in der Kulturpolitik der EU geschehen ist". Die EU habe an diesem Tag nämlich ihre Kultur-Agenda publiziert. Schmied referierte die vier Kernaussagen: "Erstens werden Kunst und Kultur als Herzstücke der europäischen Integration angesehen. Zweitens wird festgehalten, dass eine gemeinsame Identität nicht im Widerspruch zu nationalen und regionalen Identitäten steht. Dieses 'Sowohl-als auch' an Stelle eines 'Entweder-Oder' ist der zentrale Ansatzpunkt für eine selbstbewusste, eigene europäische Identität. Zum Dritten wird die ökonomische Komponente von Kunst und Kultur betont. Immerhin arbeiten europaweit ca. sechs Millionen Menschen in diesem Bereich. Es geht dabei neben Einkommen auch um die Kraft, die von Kunst und Kultur auf Innovationsprozesse ausgeht. Schließlich wird die Notwendigkeit einer europäischen Strategie im Bereich der Kunstentwicklung angesprochen".

Zur Bildungspolitik betonte Schmied die Notwendigkeit einer "faktenbasierten Politik". Daher werde sie ein Bundesinstitut für Bildungsforschung ins Leben rufen, das sich auch mit der Entwicklung von Bildungsstandards befassen werde. Der erste Auftrag dieser Institution werde ein nationale Bildungsbericht sein, so Schmied, die einen solchen Bericht für 2008 ankündigte. Wesentliche Aufgabe der Einrichtung werde die Analyse der Machbarkeit und Umsetzbarkeit von Vorschlägen sein, schließlich "haben wir schon genug Gutachten".

Kunst möchte Schmied hinkünftig auch verstärkt in die Nachmittagsbetreuung an den Schulen einfließen lassen. Die Ministerin lobte Aktionen wie "Kunst macht Schule" und will dafür sorgen, dass "aus diesen vielen Einzelinitiativen bald Methode wird". (schluss) re

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