Bulfon: Internet-Käufer besser rechtlich schützen

Verbraucherschutz muss auf einheitliches, möglichst hohes Niveau gehoben werden

Wien (SK) - Aufgrund unterschiedlicher Regelungen beim Verbraucherschutz schrecken Konsumenten vor grenzüberschreitenden Einkäufen, sei es über das Internet oder in einem Kaufhaus, oftmals zurück. So ist es auch nicht verwunderlich, dass nach Umfragen die Hälfte der europäischen Bürger dem Heimatmarkt mehr vertraut, als grenzüberschreitenden Einkäufen. "Was wir benötigen sind einheitliche Regeln für den Verbraucherschutz. Es kann nicht sein, dass in der EU 27 verschiedenen Schutzniveaus vorherrschen, wodurch es zu Konfusionen kommt und nicht umsonst das Vertrauen der Konsumenten untergraben wird", so der SPÖ-Europaabgeordnete Wolfgang Bulfon nach der Annahme eines Berichts zum Verbraucherschutz im Plenum des Europäischen Parlaments. ****

"Besonders markant wird die Problematik im Zusammenhang mit Internet-Einkäufen, wo es in den meisten Fällen zu einem Kauf außerhalb des Heimatmarkts kommt", so Bulfon. "Bisher haben erst sechs Prozent der europäischen Bürger Artikel im Internet aus einem anderen Land bestellt. Solange keine Klarheit besteht, etwa zu Fragen des Rückgaberechts, der exakten Kosten oder Lieferkonditionen wird, sich das auch nicht ändern", ist Bulfon überzeugt.

Bulfon macht anhand eines Beispiels die Problematik deutlich:
"Während die Kunden in Frankreich und Belgien eine Bestellung per eingeschriebenem Brief rückgängig machen können, muss in Deutschland die angeforderte Ware zurückgeschickt werden. In Spanien und Dänemark gibt es gar keine diesbezüglichen Vorschriften."

"Wollen wir den Binnenmarkt stärken, müssen wir den Verbraucherschutz stärken, das ist augenscheinlich. Nur mit klaren Regeln werden die Konsumenten in ihrem Vertrauen in den Markt gestärkt", ist Bulfon überzeugt. (Schluss) ps/mm

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