Schierhuber: Kleines EU-Milchpaket mit großen Auswirkungen

Neue Produkte und mehr Beihilfen für Schulmilchprogramme

Strassburg, 5. September 2007 (ÖVP-PD) Ein 'kleines Milchpaket' mit großen Auswirkungen wurde heute im Europäischen Parlament beschlossen. Vor allem die Schulmilchprogramme in der EU werden von den Änderungen von Kommission und Europaparlament profitieren: "Wir unterstützen den Vorschlag der Kommission für die Einführung einer Pauschalbeihilfe für Schulmilch anstatt der bisherigen auf Fettgehalt basierenden Beihilfe. Das Parlament fordert auch die Anhebung der Beihilfe von derzeit 16,11 EUR/100 kg auf
18,15 EUR/100 kg Milch. Das ist ein wichtiges Zeichen hin zu einer ausgewogenen Ernährung sowie gesunder Schulverpflegung mit heimischen Milchprodukten", sagte Österreichs Bauernvertreterin im Europaparlament, Agnes Schierhuber, nach der Abstimmung in Strassburg. ****

Das Europaparlament forderte weiter auch eine Ausweitung der Palette der Produkte, die unter die Schulmilchregelung fallen sollen, um so auch neue, innovative und gesunde Erzeugnisse berücksichtigen und fördern zu können. "Damit gibt es in Zukunft in den Pausen nicht nur Milch allein, auch Joghurtdrinks oder andere für Kinder attraktive und gesunde Milchprodukte sind möglich", sagte Schierhuber. "Wichtig ist die Förderung des Absatzes von Milch und Milcherzeugnissen auch deshalb, weil immer deutlicher wird, dass auch in der europäischen Bevölkerung ungesunde Ernährung zunehmend zu Gesundheitsproblemen führt. Eine verstärkte Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung kann durch die im Mini-Milchpaket enthaltenen Werbemittel erreicht werden."

Insgesamt handele es sich bei dem heute beschlossenen Mini-Milchpaket um einen wichtigen Schritt für die europäische Landwirtschaft und insbesondere den Milchsektor. Das Paket umfasst Änderungen in der Gemeinsamen Marktordnung für Milch und Milcherzeugnisse sowie in den EU-Bestimmungen für eingedickte Milch und Trockenmilch sowie für Konsummilch. "Das Europäische Parlament spricht sich hier klar gegen Kürzungen im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Marktordnung für Milch und Milchprodukte aus. Ein Milchfonds- Restrukturierungsprogramm soll die Reformmaßnahmen im Milchsektor unterstützen und sicherstellen, dass die Mitteleinsparungen, die aus der Umsetzung des Mini-Milch-Pakets resultieren, dem Milchsektor erhalten bleiben", sagte Schierhuber.

Schierhuber stellte klar, dass es sich bei den heute beschlossenen Reformen um keinen Vorgriff auf den so genannten 'Health Check' der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU handele. "Sowohl die Frage der Quotenregelungen im Milchsektor als auch alle grundlegenden politischen Überlegungen im Rahmen der Sektorpolitik bleiben von den heutigen Beschlüssen selbstverständlich unberührt", sagte Schierhuber abschließend.

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