Public Value: Erfolg durch Mehrwert

Unternehmensklausur im Zeichen des öffentlich-rechtlichen Mehrwerts der ORF-Programme

Wien (OTS) - HD-Strategie des ORF festgelegt

Starke Bedenken wegen störungsanfälliger Satelliten-Receiver im Markt

"Public Value: Erfolg durch Mehrwert" in allen Facetten war das beherrschende Thema der Herbstklausur der ORF-Führungskräfte, die unter der Leitung von Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz zwischen 3. und 5. September 2007 in Bad St. Leonhard in Kärnten stattgefunden hat.

Im Mittelpunkt der intensiv tagenden Arbeitsgruppen stand die Erarbeitung von Grundlagen für die Definition und das Monitoring des "öffentlich-rechtlichen Mehrwerts" in allen Programmen des Fernsehens und des Hörfunks sowie die Vernetzung mit den Möglichkeiten der "Neuen Medien".

Generaldirektor Wrabetz: "Mit dem Public-Value-Projekt betreten wir -zeitgleich mit etlichen anderen europäischen Sendern - Neuland. Es geht darum, künftig deutlich zu machen, welchen gesellschaftlichen Mehrwert wir produzieren, wie wir auch fragmentierte Zielgruppen in ihren jeweiligen Interessen zufriedenstellen und damit auch die künftige Legitimation unserer Programmentgelte sichern können."

Bis Ende des Jahres wird deshalb dem Stiftungsrat des ORF ein Maßnahmen- und Umsetzungsbericht vorgelegt, dessen Schwerpunkt eine objektive "Public-Value-Messung" in qualitativer und quantitativer Hinsicht sein wird.

Ein besonderes Kriterium wird dabei die Feststellung der "Intensiv-Reichweite" sein. Auf der Basis eines sehr feinmaschigen Interessen-Mappings wird der ORF künftig feststellen können, welchen Nutzungsgrad spezifische öffentlich-rechtliche Inhalte bei den deklariert Interessierten erreichen.

Der ORF wird "Public Value" zu einem österreichweiten Diskussionsthema machen und startet noch im Herbst mit großen Publikums- und Expertenveranstaltungen unter dem Titel "ORF:
DialogForum", um in den Diskurs mit der Öffentlichkeit zu treten.

Unternehmensintern wird parallel dazu ein die Mitarbeiter/innen einbeziehender Dialog gestartet. Ziel des strukturierten internen Diskussionsprozesses ist die Erarbeitung eines zukunftsorientierten Leitbildes (Mission-Statement).

HD-TV-Strategie

Aufbauend auf den Ergebnissen des HD-Arbeitskreises traf Generaldirektor Wrabetz die Entscheidung, umgehend die technologischen Vorkehrungen zu treffen, um bis zur EURO 2008 und den Olympischen Spielen in China ein Angebot in HD-Qualität zur Verfügung zu stellen.

Die rechtlichen und finanziellen Grundlagen für die dauerhafte HD-Ausstrahlung sowie die Zertifizierungsstandards für die Empfangsgeräte sollen bis Ende November geklärt und dem Stiftungsrat im Dezember zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

"Damit macht der ORF einen entschlossenen Schritt in die Zukunft des hochauflösenden Fernsehens, und wir stellen mit dieser gewaltigen Qualitätsoffensive unseren Anspruch auf innovatives Unternehmen mit Technologieführerschaft in Österreich klar", so Generaldirektor Wrabetz.

Programminitiativen zur Profilstärkung

Öffentlich-rechtliche Inhalte werden auch künftig verstärkt in allen Programmen zu finden sein. Im TV z. B. neue Formate, die sich verstärkt mit Frauen- und Demokratiethemen auseinandersetzen, im Hörfunk neue Live-Diskussionsforen zu aktuellen Bürgeranliegen und gesellschaftspolitischen Themen, im Onlinebereich der Schwerpunkt "Ausbau der elektronischen ORF-Bibliothek".

Digitalisierung der analogen Übertragungswege

Eine Analyse der bisherigen Umstellungserfahrungen zeigt, dass die österreichische Bevölkerung bereit ist, die von der EU und dem österreichischen Gesetzgeber verordnete "Digitalisierung" anzunehmen.

Besonderes Augenmerk ist allerdings dem Umstand zu widmen, dass nunmehr in rund 1,5 Millionen österreichischen Haushalten mit dem Einzug der Digital-Receiver eine potenzielle technologische Fehlerquelle vorhanden ist. Bedauerlicherweise sind etliche Gerätetypen am Markt, die ganz offensichtlich den Anforderungen nicht genügen und zu starken Beeinträchtigungen der Empfangsqualität führen.

Generaldirektor Wrabetz: "Wir haben alleine am letzten Wochenende wieder den Ausfall von rund 8.000 Receivern wegen eines Softwarefehlers des Herstellers gehabt. Der ORF hat auf Industrie und Handel keinen Einfluss, wird aber diese Erkenntnisse zum Anlass nehmen, eine Zertifizierungsstelle zu forcieren und unseren Kundinnen und Kunden in einigen Monaten technologische Orientierungshilfe durch Geräteempfehlungen zu geben, mit denen ORF und ATV empfangen werden können. Dies ist ein Paradigmenwechsel im Sinne der Verbesserung des Kundenservice des ORF."

Die ORF-Technik weist in diesem Zusammenhang dringlich darauf hin, dass die Empfangsqualität HD entsprechende Empfangsreceiver voraussetzt, und empfiehlt, ausschließlich die dann zertifizierten Geräte zu kaufen.

Derzeit können die österreichischen Haushalte nur beim Einsatz von DVB-T bzw. Umrüstung vom analogen Fernsehen auf DVB-T von einer hohen und störungsfreien Empfangsqualität ausgehen.

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