Scheele: Alkoholmissbauch EU-weit bekämpfen

Europäisches Parlament fordert europaweit möglichst geringen Blutalkoholgehalt bei Fahranfängern

Wien (SK) - Die EU sagt dem Missbrauch von Alkohol den Kampf an.
Die Kompetenzen zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs liegen vor allem bei den Mitgliedstaaten. Das Europäische Parlament hat sich aber heute im Rahmen eines Berichts dafür ausgesprochen, dass die EU die Mitgliedstaaten in ihren Anstrengungen gegen den Alkoholmissbrauch unterstützen und globale Ziele in diesem Zusammenhang formulieren muss. "Gefährlicher und schädlicher Alkoholkonsum ist ein erheblicher Krankheitsfaktor und eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit. Schätzungsweise 55 Millionen Erwachsene in der EU gefährden ihre Gesundheit durch riskanten Alkoholkonsum", stellt die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele dazu fest. ****

Der Bericht umreißt ganz klar die Prioritäten, die es zu verfolgen gilt: Schutz von Kindern und Jugendlichen, Senkung der Zahl der Verletzungen und Todesfälle durch alkoholbedingte Verkehrsunfälle sowie Bewusstseinsbildung. "Der Kampf gegen den Alkohol am Steuer stellt hier eine besondere Herausforderung dar. Etwa jeder vierte Straßenverkehrsunfall geht auf Alkoholkonsum zurück und bei Jugendlichen stellen Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache dar", so Scheele.

Das Europäische Parlament fordert daher einen europaweiten Grenzwert für den Blutalkoholgehalt von Fahranfängern, der möglichst nahe an der Null-Promille-Grenze liegen soll. "Um dies zu erreichen und vor allem auch einen längerfristigen Nutzen zu erzielen, sind verschärfte Kontrollen und auch eine Verschärfung der Strafen für Alkohol am Steuer notwendig", fordert die SPÖ-Europaabgeordnete.

Immer noch fehlt es außerdem an einer verbesserten Bewusstseinsbildung über die Gefahren, die Alkoholmissbrauch mit sich bringt. Gerade in der Schwangerschaft. "Man kann davon ausgehen, dass Alkoholkonsum zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ein grundsätzliches Risiko für das Kind darstellt und es keine Grenzen gibt, unter denen mit Sicherheit keine Schädigungen des Kindes zu erwarten sind. Wenn auch Alkoholkonsum in vielen europäischen Ländern Teil der Kultur ist, muss das Bewusstsein, gerade in dieser Frage, deutlich gestärkt werden", schließt Scheele. (Schluss) wf/mp

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