Leichtfried: Keine 60-Tonnen-Monstertrucks in Österreich

Effizienz und Nachhaltigkeit bei Güterlogistik müssen verbessert werden

Wien (SK) - Klare Vorgaben für den Einsatz der so genannten "Gigalinern", den 60-Tonnen-LKWs, auf Europas Straßen macht ein heute im Plenum des Europäischen Parlaments abgestimmter Bericht. Demnach dürfen Gigaliner nur auf Antrag eines Mitgliedstaates und nur auf den Strecken dieses Landes nach einer Bewertung der EU-Kommission unterwegs sein. "Für Österreich bedeutet das, dass es auch weiterhin keine Monstertrucks auf den Straßen geben wird, solange es Österreich nicht selbst möchte", sagt der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried nach der Abstimmung. ****

"Die 60-Tonnen-LKWs verursachen einerseits höhere Infrastrukturkosten und hätten für Österreich eine weitere Erhöhung der Transitproblematik mit sich gebracht. Außerdem wäre der Einsatz der "Gigaliner" ein Angriff auf das Konzept der Verlagerung der Güter auf die umweltfreundlichere und sicherere Bahn. Die Riesen-LKWs sind in diesem Zusammenhang nur ein weiteres Argument für meine langjährige Forderung nach der Einberechnung der externen Kosten in die Höhe der zu entrichtenden Maut", so Leichtfried.

Grundsätzlich begrüßt das Europäische Parlament in seinem heute angenommenen Bericht die Absicht der Kommission im Herbst 2007 einen Aktionsplan für die Güterlogistik vorzulegen. "Die Logistik trägt wesentlich zum Funktionieren der europäischen Wirtschaft bei und erbringt rund 13 Prozent des BIP in der EU. Es ist daher entscheidend sich über die Effizienz und Nachhaltigkeit Gedanken zu machen", ist der SPÖ-Europaabgeordnete überzeugt.

Unter anderem wird die EU-Kommission aufgefordert, über Einführung einheitlicher Beförderungsdokumente nachzudenken. "Dies würde den Verwaltungsaufwand und damit auch die Kosten deutlich reduzieren, muss aber gleichzeitig auch die Rechtssicherheit für die Transportunternehmen erhöhen. Wichtiger erscheinen mir allerdings Überlegungen hinsichtlich einer verbesserten Nutzung der intelligenten Verkehrssysteme und der vorhandenen Infrastruktur, sowie eine gesteigerte logistische Koordination und Ausbildung", so Leichtfried abschließend. (Schluss) ps/mp

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