ÖGJ: Schulen müssen Verantwortung für alle SchülerInnen übernehmen

Förderunterricht, maximal 15 SchülerInnen pro Klasse, gemeinsame Schule

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Die von der Wiener Wirtschaftskammer geforderte Ausarbeitung einheitlicher Bildungsstandards für die siebente und achte Schulstufe entspricht ganz den Vorstellungen der Gewerkschaftsjugend. Allerdings müssen die Schulen auch in die Verantwortung genommen werden, dass alle Schülerinnen und Schüler diese Standards auch erreichen", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Dazu sind individuelle Fördermaßnahmen notwendig.++++

Nur wenn jeder Schülerin und jedem Schüler eine optimale individuelle Förderung nach ihren/seinen Stärken und Fähigkeiten zuteil wird, kann Schwächen rechtzeitig vorgebeugt werden. "Überfällig ist ein - auch personeller - Ausbau des Förderunterrichts, sowie individuelle Unterstützung der SchülerInnen durch SozialarbeiterInnen und psychologische ExpertInnen", verlangt Michlmayr.

Damit wirklich alle SchülerInnen die für ihr Alter notwendigen Bildungsstandards erreichen können, müssen die Klassen langfristig auf 15 Schüler Innen beschränkt werden. "Und als erster Schritt muss die längst beschlossene 25-SchülerInnen-Obergrenze tatsächlich umgesetzt werden", sagt Michlmayr.

Auch ist es viel zu früh, wenn die SchülerInnen (oder ihre Eltern) schon mit zehn Jahren entscheiden müssen, ob sie nachher in die Hauptschule oder in die AHS gehen. Der dänische Bildungsforscher Jens Henrik Haahr hat in einer internationalen Studie unterschiedliche Schulsysteme verglichen. Das Ergebnis: Ein geteiltes Schulsystem wie bisher in Österreich steigert die Ungleichheit und bringt keine besseren Durchschnittsleistungen der SchülerInnen.(fk)

ÖGB, 5. September 2007 Nr. 520

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