Moser: CO2-Ausstoß von Neuwagen viel zu hoch - NoVA endlich klimaorientiert reformieren

Grüne: Schlechte Position im EU-Vergleich Folge der Förderung von Benzinfressern in Österreich

Wien (OTS) - "Die heute bekannt gewordenen neuesten EU-Daten beweisen: Österreich hinkt beim CO2-Ausstoß der verkauften Neuwagen deutlich hinter dem EU-Schnitt nach. Platz 13 im EU-Vergleich ist eine deutliche Quittung für die angebliche Klimapolitik der Regierung, die einmal mehr als Farce enttarnt ist. Damit nicht genug, ist der CO2-Ausstoß von Neuwagen im letzten Jahr sogar gestiegen -kein Zufall, sondern direkte Folge der falschen Gestaltung von Steuern und Abgaben im Kfz-Bereich in Österreich. Die Regierung muss hier endlich handeln und die Reform-Vorschläge der Grünen und der Umweltorganisationen aufgreifen", fordert Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen.
Besonders die Normverbrauchsabgabe (NoVA), die beim Neuwagenkauf zu entrichten ist, ist in ihrer derzeitigen Form eine komplette Fehlkonstruktion und muss dringendst klimaschutzorientiert reformiert werden. Moser: "Die NoVA wurde seinerzeit auf Betreiben einzelner Luxusautohersteller gedeckelt. Das heißt nichts anderes, als dass Benzinfresser wie SUVs oder Sportwagen durch geringe Steuerbelastung indirekt gefördert werden, während Käufer sparsamer Autos steuerlich bestraft werden. Dieses Missverhältnis muss dringend umgedreht werden, wenn die Regierung Glaubwürdigkeit im Klimaschutz zurückgewinnen will: Die Deckelung muss weg und die NoVA muss deutlich progressive Steuersätze bekommen, damit Benzinfresser teurer und Sparmeister relativ begünstigt werden." Weiters müssen auch laufende Kfz-Abgaben, wie die Motorbezogene Versicherungssteuer, am Verbrauch bzw. an den Klima-Emissionen bemessen werden, damit sparsamere Kfz auch Tag für Tag deutlichere Vorteile bekommen. "Wer sich wie die Regierung vor diesen nötigen und sinnvollen Reformen drückt, darf sich über die katastrophale CO2-Bilanz speziell im Verkehr und 'EU-Bummerln' wie das heutige nicht wundern", so Moser.

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