ÖAMTC: Unwetterwarnung - Sicherheitstipps für Autofahrer

Wie man trotz Sturmböen und Aquaplaninggefahr sicher in der Spur bleibt

Wien (OTS) - Laut Meteorologen ist in den kommenden Tagen mit Dauerregen und heftigem Sturm zu rechnen. "Bereits ein Windstoß mit 70 km/h kann einen Pkw bei Tempo 100 um einen Meter aus der Bahn drängen, bei Tempo 130 schlimmstenfalls um fast vier Meter", erklärt ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte Georg Scheiblauer. Deshalb gilt, Lenkrad festhalten, Tempo zurücknehmen und vorausschauend fahren.

Das gilt auch für Aquaplaning, das durch hohe Geschwindigkeit und Wasser ausgelöst wird. Unfälle passieren dabei allerdings durch Fahrfehler. "Meistens reagiert man in solch einer Situation nicht richtig, weil falsch oder hektisch gelenkt und gebremst wird", weiß der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte. Aquaplaning erkennt man durch das Wassergeräusch in den Radkästen. In dieser Situation muss man die Kupplung treten und das Lenkrad in die gewünschte Fahrtrichtung drehen. "Bremsen darf man nur wenn beispielsweise ein Hindernis auf der Straße liegt", sagt Scheiblauer.

Der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte gibt Tipps für das Fahren bei Unwetter

* Lenkrad festhalten, Geschwindigkeit reduzieren. Damit gewinnt man auch wertvolle Zeit, um eventuell erforderliche Lenkkorrekturen durchzuführen. Windsäcke oder entsprechende Verkehrsschilder kennzeichnen kritische Stellen für Windböen.

* Verstärkte Aufmerksamkeit auf die Umgebung richten. Bei starkem Wind ist es hilfreich Bäume, Sträucher und auch den Vordermann verstärkt zu beobachten.

* "Ganz wichtig ist es, Abstand zu halten. Vor allem Autos mit Anhänger, Microcars und einspurige Fahrzeuge geraten leicht ins Schwanken", warnt der ÖAMTC-Experte.

* Vorausschauend fahren und abrupte Fahrmanöver vermeiden. Bei starkem Sturm können Hindernisse wie Äste, Dachziegel oder gar ganze Bäume auf der Straße liegen. Besondere Vorsicht ist daher in Alleen und Walddurchfahrten geboten.

* Überholmanöver vermeiden. Besonders beim Überholen von Fahrzeugen mit großer Windangriffsfläche wie Lkw, Vans oder Wohnmobilen gerät man zuerst in den Sog des Windschattens und wird anschließend beim Weiterfahren mit voller Wucht vom Seitenwind getroffen. Zusätzlich entsteht Aquaplaninggefahr, wenn man beim Wechseln der Fahrspur in eine Spurrille gerät.

* Unwetter lösen bei vielen Fahrern Stress aus. Im Zweifelsfall sollte man bei zu großer Unsicherheit wenn möglich das Auto stehen lassen und, so vorhanden, in der Garage oder unter einem Vordach abstellen.

* Der gute technische Zustand des Fahrzeugs ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor. Defekte Stoßdämpfer verschlimmern die Auswirkungen, die eine Sturmböe haben kann, noch zusätzlich. Die Reifen sollen mindestens eine Profiltiefe von vier Millimetern haben um die Aquaplaninggefahr so gering wie möglich zu halten.

Sicherer unterwegs ist, wer für die veränderten Verhältnisse gewappnet ist. Ein Fahrsicherheitstraining in einem der neun ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren österreichweit ist eine ideale Vorbereitung. Unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit kann man sich über die Angebote informieren und Kurse bequem direkt online buchen.

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