Studie: Raiffeisen beherrscht Österreichs Wirtschaft

Firmenbuch-Analyse: Raiffeisenbanker und -genossenschafter dominieren Finanz- und Produktionssektor der Republik.

Wien (OTS) - Auf Grundlage von 40.000 gelisteten Personen im heimischen Firmenbuch errechnete das Netzwerkanalyseinstitut FAS Research im Auftrag von INDUSTRIEMAGAZIN die 1000 einflussreichsten Personen der heimischen Wirtschaft. Das Ergebnis ist bemerkenswert:
Von den drei mit Abstand bestvernetzten Personen sind mit Ludwig Scharinger (Gewinner, Raiffeisenlandesbankd Oberöstereich) und Erwin Hameseder (Zweitplatzierter, Raiffeisen Holding NÖ Wien) zwei Personen dem Giebelkreuz zuzuerechen. Insgesamt sechs der 20 einflussreichsten Personen der Republik sind Manager des Raiffeisensektors.

Ursache für die Dominanz der Genossenschaftsbanker dürfte das engverwobene Netz des Raiffeisensektors mit der heimischen Wirtschaft sein. Einerseits verfügen die Raiffeisenlandesbanken (im Gegensatz zu börsennotierten Kreditinstituten) noch immer über eine hohe Anzahl von Firmenbeteiligungen, andererseits sind Banker per se gerne gesehene Mandatsträger in Aufsichtsräten.

Die Studie im Auftrag von INDUSTRIEMAGAZIN misst anhand Anzahl von Funktionen im Firmenbuch etwa den Prozentsatz jener eingetragenen Personen, deren einziger Kontakt zueinander über die gemessene Person führt. Hier hat Scharinger mit 3,26 Prozent aller Personen im Firmenbuch die Nase vorne, zweitplatzierter Hameseder stellt für lediglich auf 1,28 Prozent einen exklusiven Türöffner dar, der drittplatzierte IV-Präsident Veit Sorger kann für 1,38 Prozent aller Führungskräfte aus dem Firmenbuch Beziehungen herstellen. Gemessen wurden ausserdem die Anzahl der Funktionen (Scharinger 28, Hameseder 29, Sorger 21 Funktionen), die Anzahl der Beziehungen über zwei Handshakes (Scharinger: 1386 Personen, Hameseder: 990, Sorger: 1202 Personen) sowie der Hierarchiesaldo, die Anzahl formal unterstellter Personen abzüglich Vorgesetzter.

Das Resultat der Studie erscheint morgen Donnerstag, den 6. September in der aktuellen Ausgabe des INDUSTRIEMAGAZIN und kann vorab per PDF bestellt werden.

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Rudolf Loidl
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