Silhavy: Barrierefreie Webangebote der österreichischen Bundesverwaltung

Wien (OTS) - Neue Fakten zum Thema barrierefreie Webangebote der öffentlichen Hand liefert der Endbericht zur Erhebung Barrierefreiheit 2007, der heute von Frau Staatssekretärin Heidrun Silhavy veröffentlicht wurde. "Die barrierefreie Zugänglichkeit von Angeboten und Leistungen der Verwaltung für alle Bürgerinnen und Bürger ist ein zentrales Thema. Barrierefreiheit ist ein kontinuierlicher Prozess, der Schritt für Schritt gegangen werden muss," betonte die Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Heidrun Silhavy.

Die von Februar bis Juli 2007 durchgeführte Erhebung ist eine gemeinsame Initiative der Bundesministerien und ermittelte den Status quo betreffend die Barrierefreiheit von Webangeboten innerhalb der österreichischen Bundesverwaltung. 94 Prozent durchschnittlicher Erfüllungsgrad des zugrunde gelegten internationalen Standards für barrierefreie Webinhalte (WCAG 1.0 Stufe A) ist Nachweis dafür, dass sich zahlreiche Organisationen sehr für barrierefreie Webangebote engagieren und damit erfolgreich sind. 12 Bundesministerien haben zu insgesamt 68 Domains Selbsteinschätzungen abgegeben. Die Evaluierung der Kriterien zu Stufe A der WAI-Richtlinien war dabei obligatorisch, die Ressorts haben vielfach auch Rückmeldungen zu den Stufen AA und AAA abgegeben. Hier liegen die Erfüllungsgrade über 75 Prozent für die Stufe AA und über 54 Prozent für AAA. Die detaillierten Ergebnisse der Erhebung stehen unter www.digitales.oesterreich.gv.at, den Webseiten der Plattform Digitales:Österreich mit umfassenden Informationen zum Thema E-Government, zur Verfügung.

"Die Ergebnisse der aktuellen Evaluierung bestätigen, dass sich die österreichische Verwaltung auf einem sehr guten Weg befindet. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass an noch notwendigen Verbesserungen mit Engagement gearbeitet wird", betont Staatssekretärin Silhavy. "Sich an internationalen Standards wie den Richtlinien der Web Accessibility Initiative (WAI) zu orientieren und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen ist zweifellos wichtig. Es ist aber kein Selbstzweck: In erster Linie geht es darum, Webangebote zur Verfügung zu stellen, die von allen Menschen in gleicher Weise einfach, rasch und komfortabel genutzt werden können. Das ist die primäre Motivation für die laufenden Aktivitäten", ist die Staatssekretärin überzeugt.

Um mit 1.1.2008, der Umsetzungsfrist des E-Governmentgesetzes, das Optimum an Verbesserungen zu erreichen, wird die österreichische Verwaltung intensiv weiter an der barrierefreien Gestaltung von Webangeboten arbeiten. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit Barrierefrei-ExpertInnen wird die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung auf das Thema weiter forciert. InteressensvertreterInnen, WAI-VertreterInnen, Menschen mit Behinderung, erfahrene Webverantwortliche aus der Verwaltung und fachlich zuständige Legisten sind wichtige Know-how Träger bei der Umsetzung. Für Staatssekretärin Heidrun Silhavy ist die Zielvorgabe für gegenwärtige und zukünftige Aktivitäten jedenfalls klar:
"Webangebote müssen ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne Hilfe allgemein nutzbar sein, um "barrierefrei" zu sein. Menschen mit Behinderungen stellen an die Informations- und Kommunikationstechnologie besondere Anforderungen, von welchen schlussendlich alle Nutzerinnen und Nutzer profitieren."

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
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