ÖAMTC: Neuregelung der Wiener Kurzparkzonen sorgt für anhaltende Diskussionen

Die Fakten im Überblick

Wien (OTS) - Die Diskussionen um die seit 1. September wirksamen Änderungen bei den Wiener Kurzparkzonen sorgen bei zahlreichen Anrainern, Pendlern und Touristen für Verunsicherung. Seit Ende August gehen beim ÖAMTC täglich hunderte Anrufe zu dem Thema ein. Die häufigsten Fragen: "Wie lange gelten die Kurzparkzonen in den einzelnen Bezirken?", "Was mache ich mit alten Parkscheinen, "Wo bekomme ich neue?", und "Was kostet jetzt das Parkpickerl?".

Angesichts der hohen Zahl an Anfragen hat der Club noch einmal die wichtigsten Fakten der Parkraumbewirtschaftung in Wien zusammengestellt. Detaillierte Informationen und ein Forum für persönliche Erfahrungen und Meinungen findet man im Internet auf der ÖAMTC-Homepage unter www.oeamtc.at/parken/wien.

Die Fakten im Überblick:

* Wo gibt es Kurzparkzonen?

Flächendeckende Kurzparkzonen bestehen in Wien in den Bezirken 1, 4 bis 9 und 20. Teilweise flächendeckende Kurzparkzonen gibt es im 2. und 3. Bezirk. Das Abstellen mehrspuriger Fahrzeuge in diesen Zonen ist werktags von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 22 Uhr gebührenpflichtig. Die maximale Abstelldauer beträgt zwei Stunden. Vor dem 1. September bestand für die Innere Stadt und die anderen Bezirke unterschiedliche Zeiten, diese wurden vereinheitlicht. Zusätzlich ist die Zonenbeschilderung verändert worden, so dass der gesamte Innere Gürtel und der Handelskai einbezogen wurde und keine Tafeln mehr an den Abzweigungen in die Wohngebiete und zwischen den Bezirken stehen.

Eine Sonderregelung gilt im 15. Bezirk rund um die Stadthalle. Hier ist die Kurzparkzone täglich (auch an Sonn- und Feiertagen) von 18 bis 23 Uhr in Kraft. Es darf ebenfalls nur maximal zwei Stunden geparkt werden.

Zusätzlich gibt es in zahlreichen Geschäftsstraßen (wie beispielsweise in der Mariahilfer Straße) Ausnahmeregelungen. Diese sind vor Ort gesondert beschildert. Zu beachten ist laut ÖAMTC, dass innerhalb des Gürtels die Geschäftsstraßen eigenständige Kurzparkzonen sind und nach 18 Uhr keine Parkgebühren mehr anfallen. Im 15 Bezirk befinden sich diese "linearen Zonen" aber innerhalb der großen übergeordneten Zone. Daher gilt dort ab 18 Uhr die flächendeckende Kurzparkzone.

* Was kostet Parken in Kurparkzonen?

Mit 1. September wurden die Kosten für Kurzparken um 50 Prozent angehoben. Die aktuellen Preise sind: bis 10 Min. halten: kostenlos; 0,5 Stunden: EUR 0,60; 1 Stunde: EUR 1,20 und 1,5 Stunden: EUR:
1,80.

* Wie kann man die Parkgebühr bezahlen?

Mit Parkscheinen. Diese müssen ausgefüllt und gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt werden. Erhältlich sind Parkscheine beim ÖAMTC, in Trafiken, bei den Vorverkaufsstellen der Wiener Linien, auf Bahnhöfen, sowie bei einigen Tankstellen, Banken und Sparkassen. Es gibt Parkscheine für eine halbe, eine und eineinhalb Stunden. Auch für das kostenlose 10-Minuten-Parken muss ein Schein ausgefüllt werden.

* Was macht man mit Parkscheinen mit alten Preis-Aufdrucken?

Mit 1. September haben Parkscheine mit den alten Preis-Angaben ihre Gültigkeit verloren. Die Parkscheine können bis Ende November bei allen ÖAMTC-Dienststellen in Wien, NÖ, und dem Burgenland mit Aufzahlung der Preisdifferenz umgetauscht werden. Schilling-Parkscheine und solche mit doppelter Preis-Auszeichnung (Schilling und Euro) können vom Club nicht zurück genommen werden. Weitere Umtauschstellen sind die Stadtkassen der Magistratischen Bezirksämter (bis Jahresende 2007) und die Stadthauptkasse im Wiener Rathaus im Hochparterre Tür 104 (auf unbeschränkte Zeit) sowie seit 1. September die Vorverkaufsstellen der Wiener Linien. Aus Sicherheitsgründen - Schätzungen zufolge sind rund 150.000 Stück gefälschte Scheine im Umlauf - werden pro Kunde nur maximal 30 Stück entgegen genommen. Größere Mengen können nur bei der Stadthauptkasse im Rathaus zurück gegeben werden.

* Welche Alternativen zu Parkscheinen gibt es?

Die Parkgebühr kann auch mittels SMS bezahlt werden. Voraussetzung ist die Registrierung (Bekanntgabe Mobiltelefon-Nummer, Kfz-Kennzeichen) und das Aufladen eines virtuellen Parkguthabens unter www.handyparken.at.

* Gelten die Kurzparkzonen auch für Anrainer der betroffenen Bezirke?

Bewohner der Kurzparkzonen-Bezirke können beim zuständigen Magistratischen Bezirksamt ein sogenanntes "Parkpickerl" erwerben. Für Personen, die keine Bewohner des betreffenden Bezirkes sind, besteht die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahmebewilligung zu beantragen. Im Zuge der Gebührenerhöhung vom 1. September sind die Kosten für das Parkpickerl um 29 Prozent gestiegen und liegen derzeit bei ca. EUR 190,- (15. Bezirk ca. EUR 120,-) pro Jahr. Für vor dem 1. September ausgestellte Parkpickerl sind keine Nachzahlungen zu leisten.

* Was kostet ein Monatsparkplatz in einer Parkgarage?

Die Kosten für Dauerabstellplätze in Parkgaragen sind sehr unterschiedlich. Einer Erhebung der ÖAMTC-Informationszentrale zufolge liegt der durchschnittliche Monatspreis bei EUR 125,36. In einigen Bezirken besteht die Möglichkeit, einen subventionierten Abstellplatz in einer sogenannten "Volksgarage" zu erhalten. Diese kosten monatlich zwischen EUR 28,- und 55,-.

* Wo finde ich einen Garagenplatz in der Nähe meiner Wohnung?

Infos über Garagenplätze findet man im ÖAMTC-ParkInfo-Service unter: www.oeamtc.at/parkinfo. Einfach auf der Karte in den gewünschten Bereich zoomen und alle Parkgaragen der Umgebung werden angezeigt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit dem ÖAMTC-Routenplaner den besten Weg zur ausgewählten Garage zu berechnen.

(Schluss)

SERVICE:
Detail-Infos zu den Wiener Kurzparkzonen und Forum:
www.oeamtc.at/parken/wien

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