Strache-Festnahme bestätigt: "Neun Stunden hinter Gittern"

ÖSTERREICH veröffentlicht morgen die detaillierten Polizei-Akten zu Strache Festnahme bei Wiking-Jugend-Treffen

Wien (OTS) - Die Tageszeitung ÖSTERREICH veröffentlicht in ihrer morgigen (Dienstag-) Ausgabe erstmals die Fakten aus den Polizei-Akten zur Festnahme von HC Strache bei einer Veranstaltung der Wiking-Jugend in Deutschland.

Laut "ÖSTERREICH" erfolgte die Festnahme des heutigen FPÖ-Obmanns am Silvestertag, dem 31. Dezember 1989, um 21 Uhr im kleinen Ort Dippach nahe der Ortschaft Hilders im Landkreis Fulda. Strache wurde direkt an der deutsch-deutschen Grenze gemeinsam mit 50 Neonazis, darunter acht amtsbekannten österreichischen Rechtsextremen von mehr als 80 Polizisten in Verwahrung genommen. Laut Polizei-Akt wurden damals neben HC Strache auch seine Verlobte Gudrun Burger (Tochter von NPD-Führer Norbert Burger), der bekannte österreichische Neonazi-Führer Andreas Thierry sowie fünf weitere österreichische Rechtsextreme (einige davon - wie Jürgen H. - befinden sich auf Straches vermeintlichen "Paintball-Fotos") von der Polizei aufgegriffen. Die Festnahme erfolgte wegen "Teilnahme an einer verbotenen Veranstaltung" und "rechtsextremer Wiederbetätigung". Die festgenommenen Personen wurden in einen "Gefängnisbus" gebracht. Ein "Mithäftling Straches sagt im morgigen "ÖSTERREICH": "Ich saß mit Strache in einer kleinen Gitterzelle. Wir wurden um 21 Uhr festgenommen und um cirka sechs Uhr in der Früh wieder freigelassen." Die örtliche Fuldaer Zeitung titelte am Tag danach:
"Silvestertreffen hinter Gittern!" Der zuständige Redakteur, der das Treffen begleitete und fotografierte, spricht von einer "eindeutig rechtsextremen Veranstaltung, auf der permanent neonazistische Texte und Lieder gebrüllt wurden". Aus allen Akten ist eindeutig ersichtlich, dass die Veranstaltung zwei Tage vor ihrer Durchführung vom Landrat in Fulda wegen "neonazistischer Wiederbetätigung" und dem "Gewaltpotential, das die Wiking-Jugend verkörpert" verboten worden war. Der heutige FPÖ-Chef nahm also wissentlich an einer von den Behörden verbotenen Neonazi-Kundgebung teil und wurde auch deshalb festgenommen.

Alle Beteiligten - Journalisten, Polizei - bestreiten vehement, dass bei der Veranstaltung, wie von Strache angegeben, "Care-Pakete" oder "Brotkörbe" verteilt wurden. Auch auf den Dutzenden angefertigten Fotos sind keine Pakete oder Brotkörbe zu sehen.

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