Pneumokokken-Impfaktion für Kinder & Pneumokokken-Awareness-Kampagne Impfstoff ab sofort vergünstigt erhältlich

Wien (OTS) - Pneumokokken sind die häufigsten bakteriellen Krankheitserreger bei Kindern. Durch eine spezielle Kinder-Schutzimpfung könnten bei den Zwei- bis Fünfjährigen ein Großteil der schwersten Pneumokokken-Infektionen vermieden werden. Im Rahmen einer Impfaktion ist der Impfstoff vom 1. September 2007 bis 29. Februar 2008 in allen Apotheken zum vergünstigten Aktionspreis von 79 Euro (anstatt 117,85 Euro) erhältlich. Gleichzeitig soll eine breit angelegte Informationskampagne Eltern und Großeltern auf die möglichen Gefahren einer Pneumokokken-Infektion aufmerksam machen. Diese Aktion wird von zahlreichen Vertretern aus dem Gesundheitssystem unterstützt.+++

Der Zeitpunkt der Impfaktion ist gut gewählt. Für tausende Knirpse startet dieser Tage das Abenteuer Kindergarten oder Krippe. Dort können nicht nur neue Freunde, sondern auch die potenziell gefährlichen Erreger auf sie warten, denn Träger und Überträger von Pneumokokken sind in erster Linie Kinder in den ersten beiden Lebensjahren. In diesem Alter infizieren sich überdurchschnittlich viele mit Pneumokokken. Speziell bei Kindern die einen Kindergarten oder eine Krippe besuchen, kann sich das Risiko einer Infektion um das Dreifache erhöhen . Überall wo sich Kinder treffen, besteht auch die Möglichkeit einer Pneumokokken-Übertragung. Die Bakterien werden dann häufig nach Hause geschleppt und können in weiterer Folge Geschwister, Eltern und Großeltern gefährden. Wie viele Kinder in Österreich jährlich betroffen sind kann derzeit niemand exakt sagen, erklärt Herwig Kollaritsch vom Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin an der Universität Wien. Der Experte geht von einer hohen Dunkelziffer aus: "Die Daten über die wir verfügen, berücksichtigen nur hospitalisierte, d.h. besonders schwerwiegende Fälle von invasiven Pneumokokkenerkrankungen. Die überwiegende Mehrheit ambulant oder zuhause behandelter Fälle entgeht unserem Surveillance System." Gerade bei schweren Fällen verläuft die Infektion aber häufig so rasch, dass eine medikamentöse Behandlung nicht selten zu spät kommt. Den wirksamsten Schutz vor den gefährlichen Erregern bietet ein spezieller Impfstoff für Kleinkinder und Säuglinge. Je nach Alter des Kindes sind zwei bis vier Impfungen nötig, um die schützenden Abwehrzellen im Blut zu erzeugen.

Aktuelle Situation in Österreich: für alle empfohlen, für wenige bezahlt

Im österreichischen Impfplan wird die generelle Schutzimpfung seit 2003 empfohlen. Nach wie vor werden die Kosten des Impfprogramms in Österreich aber nur für bestimmte Risikogruppen (zirka fünf bis zehn Prozent der Kinder unter zwei Jahren) von der öffentlichen Hand bezahlt. "Diese Strategie hat aber wegen des fehlenden Impfschutzes für die Mehrzahl der Kinder kaum Einfluss auf die Epidemiologie der Erkrankung und stellt eine erhebliche Benachteiligung nicht zusätzlich gefährdeter Kinder dar", erläutert Ingomar Mutz, Präsident des Impfausschusses. Die Risikostrategie sei weder aus medizinischer noch aus ökonomischer Sicht sinnvoll und nachvollziehbar, meint dazu Christoph Wenisch, Präsident der österreichischen Gesellschaft für Infektiologe: "Die Vorteile einer hohen Durchimpfungsrate sind seit Jahren bekannt und dokumentiert: weniger Infektionen, weniger Todesfälle, Schutz auch gegen Antibiotika-resistente Keime und ein unbestreitbarer Kosten-Nutzen-Vorteil."

Pneumokokken Informationskampagne

Um auf die Gefahren von Pneumokokken-Infektionen und somit die Wichtigkeit der Pneumokokken-Schutzimpfung aufmerksam zu machen, wurde von 3. September bis 15. Oktober unter dem Titel "Und wie schützen Sie Ihr Kind?" eine österreichweite Informationskampagne initiiert. Unterstützt wird die Initiative von der Österreichischen und Wiener Ärztekammer, der Österreichischen Apothekerkammer, der Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten, der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin sowie der Initiative "Der Österreichische Patient". "Die Informationskampagne zu Pneumokokken ist eine wichtige Maßnahme, um mehr Bewusstsein für die Gefährlichkeit der durch Pneumokokken ausgelösten Infektionskrankheiten zu schaffen", erklärt Walter Dorner, Präsident der Österreichischen Ärztekammer. "Neben der Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung gilt es aber auch, die Pneumokokken-Schutzimpfung ins Gedächtnis der Menschen zu rufen. Aber auch Ärztinnen und Ärzte sollen an die Immunisierung gegen Pneumokokken-Bakterien erinnert werden." Neben Plakaten und Anzeigen in Fach- und Publikumsmedien werden auch Ärzte und Apotheker informiert. "Zur Unterstützung der Beratungstätigkeit erhalten alle österreichischen Apotheken Informationsmaterialien für ihre Kunden. Fragen besorgter Eltern können schnell und ausführlich beantwortet werden", bekundet Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.
Den Allgemeinmedizinern kommt in diesem Zusammenhang ebenfalls eine große Verantwortung zu. "Sie haben die Aufgabe Eltern über Pneumokokken-Infektionen aufzuklären und sie über die Schutzimpfung zu informieren. Vor allem da Eltern oft nicht über die Gefährlichkeit dieser Erreger bescheid wissen und die Folgen der durch Pneumokokken ausgelösten Infektionskrankheiten unterschätzen", so Peter Pichler, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein-und Familienmedizin.

Auch aus Sicht der Marktforschung wird der Informationskampagne ein positives Zeugnis ausgestellt. "Die Ergebnisse unserer Marktforschungsstudie zeigen, dass die Plakate sehr überzeugend die Gefährlichkeit einer Pneumokokken-Infektion vermitteln und überdurchschnittlich stark die Aufmerksamkeit junger Mütter auf sich ziehen. Das Plakat regt an, sich näher mit dem Thema Pneumokokken bzw. Pneumokokken-Schutzimpfung auseinanderzusetzen und sich darüber zu informieren. Auch die Kernbotschaft "Schützen Sie Ihr Kind. Lassen Sie es impfen" wird gut im Gedächtnis der Mütter verankert", gibt Walter Wintersberger von Spectra Marktforschungsges.m.b.H Aufschluss.

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