Marek: Schwarzmeerregion Schwerpunkt in österreichischer Nachbarschaftspolitik

Zusammenspiel "Donau - Schwarzmeer" für Diversifizierung der Energieversorgung von entscheidender Bedeutung

Wien (BMWA - OTS) - Im Rahmen der "Europäischen Nachbarschaftspolitik Konferenz" in Brüssel hob Staatssekretärin Christine Marek die Schwarzmeerregion, als Verkehrs- und Energiedrehscheibe zum Kaspischen Meer und nach Asien, als einen regionalen österreichischen Schwerpunkt hervor. Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP), im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung im Jahr 2004 entwickelt, um die Entstehung neuer Trennlinien zwischen der erweiterten EU und ihren Nachbarn zu verhindern, tagte heute unter dem Titel "Working together - Strengthening the European Neighbourhood Policy". Die Konferenz habe die "Vielfalt und den Wunsch nach einem differenzierten Zugang, aber auch gleichzeitig den Willen für einen gemeinsamen Weg deutlich sichtbar gemacht", so Marek

Österreich setze bei der Europäischen Nachbarschaftspolitik vor allem auf die notwendige Verknüpfung des Donauraumes mit dem Schwarzmeerraum, so Marek. Denn das enge interregionale Zusammenspiel "Donau - Schwarzmeer" als Bindeglied zwischen Ost und West "ist nicht nur für wachsende Handelsbeziehungen, sondern auch für die Diversifizierung der Energieversorgung von entscheidender Bedeutung". Ereignisse der jüngsten Vergangenheit hätten schließlich gezeigt, dass "Energie-Versorgungssicherheit" nicht selbstverständlich ist. Deswegen, aber auch aus Gründen der Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit sei Energiepolitik "Top-Thema" der EU und für Österreich, so Marek.

Selbstverständlich sei hier gerade die Europäische Nachbarschaft eine der weltweiten Schlüsselregionen für Energielieferungen, durch die bereits viele Pipelines laufen und weitere geplant sind. Hier sei auch das Nabucco Gas-Pipeline Projekt hervorzuheben, das ebenfalls an diesen Korridor anknüpfe und an erster Stelle österreichischer Interessen in Hinblick auf Diversifikation bei Energie-Transportrouten nach Europa stehe. Da die EU-weite Nachfrage nach Energieimporten in Zukunft weiter steigen werde, sei jede zusätzliche Lieferoption wichtig. Österreich verstehe sich hier stets als diplomatische Plattform, aber auch Energiedrehscheibe und wolle sich deshalb auch verstärkt in interregionale und multinationale Initiativen und Dialoge einbringen, so Marek abschließend.

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