NÖ Hilfswerk: "Schaffen wir individuelle Angebote für individuelle Betreuungsbedürfnisse"

Hilfswerk empfängt Sozialminister Erwin Buchinger in Korneuburg

St. Pölten (OTS) - "Pflege und Betreuung zuhause müssen für die betroffenen Familien in unserem Land leistbar sein. Mit einem Pflegegeld, das nur alle paar Jahre erhöht wird und damit laufend an Wert verliert, ist das sicher nicht gewährleistet", so Hilfswerk-Präsident Dr. Ernst Strasser anlässlich des heutigen Besuchs von Bundesminister Dr. Erwin Buchinger im NÖ Hilfswerk. "Das Pflegegeld ist ein wichtiger Beitrag für die Familien, sich die notwendige Betreuung leisten zu können. Wir fordern eine regelmäßige, an die Pensionerhöhungen gekoppelte Anpassung des Pflegegelds und ein Einstufungsverfahren, das auch auf die besonderen Bedürfnisse von Demenzkranken Rücksicht nimmt, die derzeit massiv benachteiligt werden!"

Sozialminister Buchinger stattete der größten Sozialorganisation Niederösterreichs heute in ihren Räumlichkeiten in Korneuburg einen Besuch ab. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit MitarbeiterInnen und KundInnen des Hilfswerks zum aktuellen Thema Pflege. "Zwischen der stundenweisen qualifizierten Pflege und der Rund um die Uhr-Betreuung gibt es noch ein ganzes Spektrum an individuellen Bedürfnissen, auf die wir nicht vergessen dürfen, wie etwa Nacht-oder Urlaubsbetreuung", so Strasser. "Die Regelung der Rund um die Uhr-Betreuung ist wichtig, aber sie darf bei weitem nicht das einzige Thema sein. Schaffen wir individuelle, leistbare Angebote für individuelle Bedürfnisse! Wir arbeiten daran, ein rundes Unterstützungspaket für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu entwickeln."

Strasser ging auch auf das besondere Pflegemodell in Niederösterreich ein: "In Niederösterreich sind viele vorbildhafte Dinge geschaffen worden, die den Menschen Sicherheit geben: Der kostenlose NÖ Pflegeberatungsscheck oder der Wegfall der Vermögensgrenze für die Gewährung einer Förderung der 24 Stunden-Betreuung. Gemeinsam mit den bewährten Trägern in Niederösterreich können Pflegebedürftige und ihre Familien optimal unterstützt und entlastet werden."

Während des Besuchs, bei dem auch LR Emil Schabl, Hilfswerk-Geschäftsführer Mag. Gunther Hampel, Hilfswerk-Vizepräsident LAbg. Herbert Nowohradsky anwesend waren, wurden die Gäste auch ins Zentrum für Beratung & Begleitung des Hilfswerks geladen. Das Beratungszentrum in Korneuburg ist einer von fünf Hilfswerk-Standorten des "Besuchscafes" für Familien in Scheidungssituationen, die vom Bundesministerium für Soziales gefördert werden. Über 1.000 Stunden werden diese Besuchscafes jährlich von Eltern, die nach einer Scheidung das Besuchsrecht für ihre Kinder erhalten haben, genutzt. Vom Hilfswerk werden sie während dieser Besuche fachlich begleitet.

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