Stadlbauer: "Horroraufruf" der Lebensschützer an den Papst

Frauen sollen in Ruhe gelassen werden

Wien (SK) - Als Panikmache und Effekthascherei bezeichnete SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin und Nationalratsabgeordnete Bettina Stadlbauer die Horrorszenarien der Plattform "Allianz für die ungeborenen Kinder" in ihrem Aufruf an den Papst zum Thema Schwangerschaftsabbruch. Zu diesem Thema gibt es aus gutem Grund keine Zahlen und Statistiken, meinte Stadlbauer. Die Lebensschützer würden mit aus der Luft gegriffenen Zahlen um sich werfen und schlicht die Fristenregelung nicht akzeptieren, die in Österreich seit 30 Jahren geltendes Recht ist. Besonders mokieren sich die Lebensschützer darüber, dass der Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen Krankenhäusern durchgeführt wird. Damit ist für die betroffenen Frauen die best-mögliche Betreuung garantiert, hält Stadlbauer fest. Daher müsse dies auch in ganz Österreich ausgebaut werden. Schwangerschaftsabbruch soll in allen öffentlichen Spitälern in ganz Österreich möglich sein, meinte Stadlbauer. ****

Viele Frauen in der SPÖ sind Mitglied der römisch-katholischen Kirche und setzen sich für die Einhaltung der Fristenregelung ein. "Werden wir jetzt öffentlich an den Pranger gestellt, mit Exkommunikation bedroht oder wie sehen die 'wirksamen kirchlichen Sanktionen für Katholiken, die sich an Abtreibung beteiligen' aus, die die Lebensschützer fordern?", fragte Stadlbauer. Am liebsten würden sie uns wohl alle vor den Papst zerren und mit Verachtung strafen lassen. Dass die Lebensschützer neue Maßnahmen im öffentlichen Raum setzen wollen, zeigt, wie wichtig bundesweite Schutzzonen vor Kliniken sind. Frauen sollen selbst entscheiden und in Ruhe gelassen werden, meinte Stadlbauer. Dass den Papst dieses Gezeter der Lebensschützer wohl nicht aus der Fassung bringen wird, zeigte sich Stadlbauer überzeugt. Österreich ist nicht das "besonders gefährliche Land", als das es von den Aufrufern dargestellt werde. "Frauen haben hier einfach das Recht sich im Rahmen der Fristenregelung für einen Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden", so Stadlbauer. Das wird auch trotz Papstbesuch so bleiben, meinte Stadlbauer abschließend. (Schluss) up/mm

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