Zinggl zu Bundesmuseen: Fortsetzung der museumspolitischen Willkür Marke Gehrer

Grüne: KHM-Direktor Seipel wird für seine Verschwendungen auch noch entschädigt

Wien (OTS) - "Wieder einmal werden nur akute Finanzlöcher
gestopft, anstatt endlich Nägel mit Köpfen zu machen und Geld nach strategischen Erwägungen zu verteilen", kritisiert der Kultursprecher der Grünen Wolfgang Zinggl die Verteilung der erhöhten Basissubvention für die Bundesmuseen. "Es ist wirklich der Gipfel der Unverfrorenheit, dass Wilfried Seipel für seine völlig verfehlte Finanz- und Budgetpolitik nun auch noch mit einer Erhöhung der Mittel um 1,8 Millionen Euro entschädigt wird. An jedem anderen Museum der Welt wäre ein dermaßen unfähiger und verschwenderischer Direktor schon längst entlassen, nur in Österreich wird man dafür auch noch belohnt", so Zinggl und weiter: "Allein mit dem Jahresgehalt Seipels könnte beispielsweise das Museum moderner Kunst seine gröbsten infrastrukturellen Probleme beheben." Es gebe kein vernünftiges Argument mehr dafür, warum Seipel noch im Amt sei, denn am Kunsthistorischen Museum gebe es genügend qualifizierte Personen, die das Haus zumindest interimistisch leiten könnten. "Die richtige Strategie für Museumsdirektoren scheint zu sein: möglichst verantwortungslos wirtschaften und sich dann darauf verlassen, dass der Staat die Schulden schon übernehmen wird", meint Zinggl. Diesen Schluss lege zumindest die Mittelverteilung durch Ministerin Claudia Schmied nahe.

Darüber hinaus erfolgte die Verteilung der Mittel offenbar völlig unsystematisch. "Die Begründung, warum etwa das MAK 500.000 Euro mehr erhält, würde für jedes andere Museum auch gelten", analysiert Zinggl. "Diese Form der völligen Willkür in Fragen der Museumspolitik erinnert fatal an die Ära Gehrer und lässt für die angekündigte Neuordnung der Museen bis Jahresende nichts Visionäres erhoffen", so Zinggl abschließend.

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