Mölzer: Keine Erleichterung für Zuwanderung in die EU!

Freiheitlicher EU-Mandatar zu Plänen der Kommission: Facharbeitermangel ist durch Ausbildungsoffensiven zu beheben - Saisoniermodell als "ultima ratio" denkbar

Wien (OTS) - Als äußerst bedenklich bezeichnete heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer Pläne der Kommission, die legale Zuwanderung von Bürgern aus Drittstaaten zu erleichtern. "Wenn die EU-Kommissarin Ferrero-Waldner meint, durch Förderung der legalen Zuwanderung die illegale Immigration bekämpfen zu können, dann wird sich an der Tatsache, daß die EU das Hauptreiseziel der Dritten Welt ist, nichts ändern. Wichtiger wäre es, wenn sich Brüssel endlich zu einer Politik der Null-Zuwanderung entschließen könnte. Schließlich bedroht die Massenimmigration immer mehr den Bestand der historisch gewachsenen Völker Europas", stellte Mölzer fest.

Weiters warnte der freiheitliche EU-Mandatar davor, daß der Plan der Kommission die Zuwanderung in die EU weiter verstärken könnte. Denn es sei nicht gewährleistet, daß die zeitlich befristeten Zuwanderer nach Ablauf ihrer Aufenthaltsbewilligung wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Daher bestehe die Gefahr, daß sie nach Ablauf ihrer Aufenthaltsbewilligung in die Illegalität abtauchen oder in andere EU-Mitgliedstaaten weiterreisen, so Mölzer weiter.

Ferner gab der freiheitliche Europaparlamentarier zu bedenken, daß die Öffnung der Grenzen der EU für Drittstaatsangehörige kein Allheilmittel zur Behebung des Facharbeitermangels sei. Denn der Facharbeitermangel sei vorrangig durch Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensiven seitens der Mitgliedstaaten zu beheben. Und erst dann, wenn der Bedarf an entsprechend qualifizierten Facharbeitskräften nicht im betreffenden EU-Land gedeckt werden könne, sei, quasi als ultima ratio, an ein Saisoniermodell zu denken. "Bei den Saisoniers sind strenge Kriterien zu erfüllen. So muß zweifelsfrei feststehen, daß für den betreffenden Arbeitsplatz kein Inländer zur Verfügung steht. Außerdem darf es für Saisoniers keinen sogenannten Familiennachzug geben. Und schließlich sind die Saisonierverträge für einen auf maximal drei Jahre befristeten Zeitraum abzuschließen und der Saisonier muß unterschreiben, daß er nach Ablauf seines Vertrages wieder in sein Heimatland zurückkehrt", erklärte Mölzer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Bernhard Tomaschitz Tel: 0676/43 22 313

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005