Alpbacher Technologiegespräche: Open Source schafft neue Perspektiven - BILD für die IT-Industrie

Ergebnisse des Arbeitskreises der Raiffeisen Informatik

Wien (OTS) - 31.08.07 - Die Öffnung des IT-Marktes für Open Source Software kann in Kombination mit Qualitätsstandards und stärkerer Normierung das Wachstum der europäischen IT-Industrie ankurbeln und die Wettbewerbsposition Europas stärken. Dieses Ergebnis brachte der Arbeitskreis "The end of IT-Innovation- the growth opportunity for Europe?" der Raiffeisen Informatik GmbH im Rahmen der heurigen Technologiegespräche beim Forum Alpbach.

"Damit der europäische IT-Markt langfristig wettbewerbsfähig bleibt, muss er sich für lizenzfreie Produkte öffnen und gegen Monopole vorgehen," fasst Ing. Mag. Hartmut Müller, Geschäftsführer der Raiffeisen Informatik GmbH, das Fazit des Arbeitskreises zusammen. Die europäische IT-Industrie ist strategisch vom amerikanischen Markt abhängig, an den sie hohe Summen für Softwarelizenzen bezahlt. Andererseits wird viel in neue Märkte wie Asien investiert, wodurch Wertschöpfung verloren geht. Durch Gegensteuern könnten rund 50 Prozent der heutigen Lizenzkosten in europäische Wertschöpfung verwandelt werden.

Open Source Initiativen gefordert

Die Einführung von Open Source sollte bei der Basis-Software - dem Betriebssystem und darauf aufbauend dem Filesystem mit den Datenbanken - ansetzen. Als potenzielle Vorreiter sieht Müller die Verwaltungsbereiche der öffentlichen Hand und den Finanzsektor:
"Gezielte Initiativen der EU mit den nationalen Regierungen sind wesentlich erfolgversprechender als reine Kartellrechtsverurteilungen." Dennoch sollten darüber hinaus auch verschärfte rechtliche Vorgaben eingesetzt werden, um den Investitionsschutz zu erhöhen. Die Freigabe von Source Codes könnte insbesondere klein- und mittelständischen Software-Unternehmen zugute kommen.

Communities beeinflussen die IT-Industrie

Mag. Georg Hahn, Geschäftsführer von Raiffeisen Solution, sieht zukunftsweisende Trends im Bereich der globalen Online-Communities:
"Die Communities eröffnen neue Dimensionen. Sie sind nicht länger von Zeit, Ort oder Erscheinung des Individuums abhängig. Second Life ist ein gutes Beispiel". Demgemäß liege die Zukunft in offenen und freien Software-Komponenten. Hahn: "Ich bin überzeugt, dass Software-Komponenten künftig frei sein werden" und von besserer Qualität als die lizenzierte heutige Software. Denn die Communities werden das einfordern und bekommen, was sie brauchen."

Konsumenten bestimmen künftig den Markt

Dies bestätigt auch Stephen Prentice, bei Gartner Research für EMEA zuständig: "Die wachsende Orientierung der Informationstechnologie am Konsumenten schafft neue Besitzstrukturen:
Technologie und Devices gehören zunehmend den Individuen, nicht mehr den Unternehmen. "Die Kombination von leistbaren Geräten, kostengünstiger Kommunikation, zerstreuten Besitzverhältnissen und wachsender Vielfalt an Content destabilisiere die bestehenden Macht-Verhältnisse und stelle Business-Modelle in Frage."

Anwender, Entwickler und Businesspartner müssen kooperieren

Anton Fricko, Program Manager Emerging Technologies bei IBM UK, betont, dass Anwender, Entwicklern und Businesspartnern künftig noch stärker zusammen arbeiten müssen. "Beinahe alle erfolgreichen Open Source Software-Projekte wurden maßgeblich von kommerziellen Software-Herstellern beeinflusst oder unterstützt."

Raiffeisen Informatik GmbH

Die Raiffeisen Informatik GmbH ist einer der größten privaten Rechenzentrumsbetreiber in Österreich. Seit über 35 Jahren werden professionelle IT-Dienstleistungen für Großkunden in Österreich angeboten. Ihre Stärke liegt in der professionellen Kombination von Kontinuität, Innovation und angewandtem vernetztem Denken. Mit ihren Tochterunternehmen bietet die Raiffeisen Informatik GmbH als IT Services Provider folgende Dienstleistungen:

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  • Software Solutions
  • Output Services
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2006 erwirtschaftet die Raiffeisen Informatik mit seinen Tochterunternehmen einen Umsatz von rund 400 Mio. Euro und beschäftigt derzeit rund 1050 Mitarbeiter.

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