Kickl: Arbeitsmarkt: Ausbildungsoffensive statt Öffnung

Wirksame Strukturmaßnahmen für den Arbeitsmarkt sind Gebot der Stunde - rot-schwarze Regierung verharrt in Apathie

Wien (OTS) - Trotz leicht sinkender Arbeitslosenzahlen seien effiziente Strukturmaßnahmen für den Arbeitsmarkt mehr als überfällig, kritisierte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl erneut die gestern veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen. Dazu zähle nicht nur eine Lehrstellenoffensive zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, sondern auch ein effektives Aus- und Weiterbildungsprogramm für österreichische Arbeitslose aller Altersstufen. Angesichts der noch immer erschreckend hohen Zahl an Schulungsteilnehmern, derzeit 43.025 Menschen, müssten die derzeitigen Schulungen vor allem auch auf ihre Qualität und Nachhaltigkeit hin untersucht werden. Diese müssten primär Kenntnisse vermitteln, die am Arbeitsmarkt auch gebraucht würden. "Ansonsten verkommen diese Kurse zu sinnlosen Beschäftigungstherapien, die den Menschen erst recht das Gefühl geben, überhaupt nicht mehr gebraucht zu werden", so Kickl weiter.

Das derzeitige "Jobwunder" müsse man zudem nüchtern betrachten, meinte der FPÖ-Generalsekretär. Durch die Bank handle es sich bei einem großen Teil der "neuen" Jobs um unterbezahlte Teilzeittätigkeiten beziehungsweise Stellen ohne arbeitsrechtliche und soziale Absicherung. Die FPÖ fordere daher auch nachdrücklich die Besserstellung atypisch Beschäftigter, die in Österreich rund eine Million ausmachen würden. Rund vier Fünftel dieser prekären Beschäftigungsverhältnisse würden gerade Teilzeittätigkeiten und damit auch oftmals vor allem Frauen betreffen, so Kickl. Das gerade in diesem Bereich die SPÖ untätig bleibe, sei ein Armutszeugnis.

"Die SPÖ-ÖVP-Verliererkoalition dagegen hat die Zeichen der Zeit bis heute nicht erkannt: Anstatt einer Ausbildungsoffensive sorgt die Regierung mit der vorzeitigen Öffnung des Arbeitsmarktes ab 2009 für einen massiven Verdrängungswettbewerb, für den Gusenbauer, Bartenstein & Co. alleine die Verantwortung tragen werden müssen, sozusagen der nächste Totalumfaller der SPÖ. Die einzige Strukturmaßnahme, die dieser Regierung einfällt, ist offenbar das Arbeiten bis 67 - in völliger Verkennung der Situation von älteren Arbeitslosen", betonte Kickl abschließend.

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