Stadt Wien fördert Privatinitiative für Menschen mit Behinderung

Stadträtin Wehsely am Montag bei Spatenstich

Wien (OTS) - Mit Unterstützung der Stadt entsteht in Wien auf private Initiative ein neues Haus für Menschen mit Behinderung. Der 21-jährige Markus Blach besucht seit 2004 die Tagesstruktur im Förderpflegeheim des Otto-Wagner-Spitals. Rudolf Blach, Markus' Vater, wollte die Betreuung seines behinderten Sohnes auch für die Zukunft nach seinen Vorstellungen absichern. Zu diesem Zweck gründete er die Blach-Stiftung und organisierte in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien über den Fonds Soziales Wien und dem Verein GIN (Gemeinwesenintegration und Normalisierung) den Bau eines Hauses für Menschen mit Behinderung im 22. Bezirk in der Anton Sattler Gasse an der Ecke zur Doningasse. Geplant sind 20 Plätze für junge Erwachsene in der Tagesstätte und neun Wohnplätze für junge Erwachsene in einer Wohngemeinschaft - jeweils für junge Erwachsene. Die Errichtungskosten werden auf rund 1,3 Millionen Euro geschätzt und wurden über Spenden und Eigenkapital aufgebracht. Die Stadt Wien wird die Ausstattung der Tagesstätte und der Wohngemeinschaft finanzieren sowie den laufenden Betrieb mit rund 900.000 Euro im Jahr.****

Der Spatenstich erfolgte heute, Montag, in Anwesenheit von Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely und Rudolf Blach, Prof.in Erika Stubenvoll, Zweite Wiener Landtagspräsidentin und Vorsitzende der gemeinderätlichen Behindertenkommission, und Bezirksvorsteher Norbert Scheed. Die Eröffnung des Hauses soll im September 2008 statt finden.

"Private Initiativen sind eine wichtige Ergänzung öffentlicher Angebote. Es freut mich, wenn die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, Vereinen und Privatpersonen so hervorragend funktioniert, wie im Fall der Blach-Stiftung", betonte Wehsely. Im konkreten Fall kann auf Wunsch des Vaters Markus Blach und anderen behinderten Menschen geholfen werden. Markus Blach wird nach der Fertigstellung des Hauses im Haus der Eltern weiter wohnen. Im Haus der Blach-Stiftung wird ein Zimmer für ihn adaptiert, das er jederzeit beziehen kann.

Den WienerInnen steht mit der "Behindertenhilfe" ein umfassendes Angebot an spezifischen Unterstützungsleistungen zur Verfügung. Ziel der Stadt Wien ist es, Menschen mit Behinderung in ihrem Streben nach Selbstbestimmung zu unterstützen. Es gibt spezielle Frühförderung für Kinder mit Behinderung, Fahrtendienste, ausreichende Angebote in Sachen Arbeit und Freizeit sowie Beratungsangebote für Angehörige. Die Stadt Wien gibt im Jahr 2007 rund 181 Millionen Euro für die Betreuung behinderter Menschen aus. Rund 61,3 Millionen Euro werden alleine in die Bereiche Beschäftigung und Tagesbetreuung investiert. (Schluss) me

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