Bayr zu Klimakonferenz: Einigkeit mit allen UN-Staaten wichtiger Schritt

Atomkraft ist Holzweg im Klimaschutz

Wien (SK) - "So bedauernswert die Unverbindlichkeit der Wiener UN-Klimakonferenz auch ist, trotz allem ist es ein wichtiger Schritt im Bereich des Klimaschutzes alle UN-Staaten an Bord zu haben und diese auf konkrete Ziele zu verpflichten", betonte die SPö-Umweltsprecherin Petra Bayr am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Auch die EU ist nun gefordert, ihr Ziel, bei internationaler Kooperation bis 2020 minus 30 Prozent CO2 zu erreichen, wirklich ernst zu nehmen", so Bayr. In der Vorbereitung zur Klimakonferenz im Dezember in Indonesien müsse von Seiten der EU nun versucht werden, möglichst viele Partnerländer zu gewinnen, um dort möglichst hohe Ziele zu beschließen. Bayr wies jedoch auch darauf hin, dass die Zielfestsetzungen alleine nicht genügen werden, um die Erderwärmung zu stoppen. Vielmehr müssten auch genaue politische, wirtschaftliche und technische Maßnahmen und überprüfbare Zwischenschritte beschlossen werden, forderte die SPÖ-Abgeordnete. ****

"Der Klimaschutz verlangt auch Österreich ernstzunehmende Anstrengungen ab", sagte Bayr. Es sei zwar illusorisch zu glauben, man könne das Klima im Alleingang retten, allerdings könne Österreich eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Renaissance der Atomkraft spielen, denn, so Bayr, "Kernkraft ist kein Ausweg aus der Klimamisere". Weder sei die Technologie CO2-neutral noch sei die technische Sicherheit von Atomkraftwerken gegeben. Des Weiteren sei die Frage der Endlagerung der nuklearen Abfälle ungelöst und zu bedenken sei, dass auch Uran nur eine begrenzte Ressource sei. "Österreich muss sich Bündnispartner für den Kampf gegen Atomkraftwerke suchen und darauf hinweisen, dass Kernenergie ein Holzweg im Klimaschutz ist." Um dies bewerkstelligen zu können, sei eine weitere Dotierung von AKW-kritischer Forschung an den österreichischen Universitäten notwendig.

"Wir stehen nun vor einer großen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Herausforderung", bemerkte die Umweltpolitikerin. So müssten nun Anstrengungen gesetzt werden, um konzertiert neue Techniken zu erforschen, diese marktreif zu machen und so dem internationalen Markt Alternativen zur Verbrennung von fossilen Rohstoffen zu bieten. Dafür müssten Mittel aus der Forschung, den Universitäten, des Klima- und Energiefonds und vielem mehr gebündelt werden. (Schluss) sw

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001