Pröll zu Perspektiven: Diskussion offen, aber auch Widerspruch möglich

Pröll wird am 1. Oktober Ergebnisse bündeln und präsentieren

Wien, 1. September 2007 (ÖVP-PD) „Wer Diskussion zulässt und erlaubt, der muss auch Widerspruch zulassen, so der Leiter der ÖVP-Perspektivengruppen Lebensminister Josef Pröll gestern im „ZIB 2“-Interview zum Perspektivenprozess. Es sei klar, dass bei so vielen Vorschlägen, es Perspektiven gebe, die „schnell umgesetzt werden können“ und andere, „über die man diskutieren muss“ und wieder andere „die noch Zeit brauchen zum Reifen“. Er zeigte sich über die zehntausenden Mitdiskutanten erfreut, „keine andere Partei hat sich jemals so einen Prozess zugemutet. Er ist aber notwendig, um Zukunftsthemen zu entwickeln“, stellte Pröll klar. ****

Wir sind nicht angetreten, um die Partei neu zu erfinden, sondern „um uns aufzumachen, Perspektiven für übermorgen anzudenken“. Das ist wichtig für die Menschen, das Land und die Partei. Dass Vorschläge aus den Perspektivengruppen auch umgesetzt werden, zeigt „Wählen mit 16“ und die Öffnung des Arbeitsmarktes. Es ist jedenfalls gut, dass „vieles in Bewegung ist“. Die Funktionäre und Menschen kommen „in Scharen“ zu den Veranstaltungen. Es wird diskutiert, „wie nie zuvor in der ÖVP“. Da muss man „den Mut haben, vieles zuzulassen. Meine Aufgabe wird es sein, am 1. Oktober die Ergebnisse zu bündeln und der Partei zu präsentieren – gemeinsam mit den Gruppenleitern. „Dann ist Rechnung zu machen, was ist umsetzbar, was ist schnell umsetzbar, was gibt uns eine Perspektive für die Zukunft?“, so der Leiter der Perspektivengruppe.

Ihm ist jedenfalls die inhaltliche Debatte in der ÖVP lieber als die Friedhofsruhe bei den Grünen, die Gerichtstermine beim BZÖ oder die Vergangenheitsbewältigung des FPÖ-Obmanns, denn „das ist ein Vorteil den wir haben. Wir diskutieren leidenschaftlich in den Inhalten, grenzen ab, aber niemals aus“.

Den steirischen ÖVP-Klubchef Drexler lobte Pröll für sein „gutes Papier für Europa“. Bei der Neutralität muss man aber „auch eine andere Meinung haben dürfen“. Pröll nimmt für sich in Anspruch, dass „für die Menschen in Österreich andere Perspektiven wichtiger sind“. Solange keine „Alternativen aufgezeigt werden können, was nach einer Abschaffung der Neutralität kommen soll, wo geht es in einem Europäischen Sicherheitsmodell hingeht, werden wir diese Perspektive sicher nicht weiter verfolgen“, stellt Pröll klar.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0001