"profil": Wiener Schauspielhaus: Der Bestseller "Es geht uns gut" als Theaterstück

Direktor Andreas Beck eröffnet seine erste Saison am 22. November

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird Andreas Beck, der neue Direktor des Wiener Schauspielhauses, seine erste Spielzeit am 22. November mit vier aufeinander folgenden Premieren beginnen. "Nach der internationalen Vernetzung der letzten Jahre fokussieren wir heuer unser Interesse auf Österreich", kündigt der gebürtige Deutsche an. Gleich zu Beginn steht mit "Hamlet ist tot. Keine Schwerkraft" ein neues Stück des 29-jährigen oberösterreichischen Autors Ewald Palmetshofer am Programm. Tags darauf hat ein Stück der jungen Grazer Dramatikerin Gerhild Steinbuch Österreich-Premiere.

Das Motto des Schauspielhauses laute Gegenwart, sagt Beck, der sich auf die systematische Suche nach neuen Autoren machen will und an seiner Bühne eine Schreibklasse ("Stück für Stück") einrichtet. Darüber hinaus wird jedes Jahr ein Hausautor verpflichtet, der nicht nur eigene Stücke schreiben, sondern auch ausgewählte Nachwuchsautoren betreuen soll. Heuer hat das Amt Ewald Palmetshofer inne, in der Spielzeit 2008/09 folgt Gerhild Steinbuch nach. "Es ist die Aufgabe des Schauspielhauses, junge Künstler auf ihrem Weg zu begleiten", so Beck.

Weiters geht das Schauspielhaus eine enge Kooperation mit dem Zürcher Theater am Neumarkt und dem Berliner Gorki-Theater ein. Bereits im Februar schickt das Gorki-Theater das deutsche Regie-Wunderkind Tilmann Köhler mit einer Produktion nach Wien, umgekehrt kann das Schauspielhaus in Berlin und Zürich gastieren.

Zwar findet Beck nicht ganz ohne Stars das Auslangen: Er bringt im Winter Heimito von Doderers "Strudelhofstiege" als 12-teilige Serie auf die Bühne, zeigt zu Saisonschluss eine Bearbeitung von Arno Geigers Bestseller "Es geht uns gut" und bittet umworbene Theatermacher wie Lars Ole Walburg und Barbara Weber in den Regiestuhl.

Doch der überwiegende Teil der jährlichen Subvention von 1,6 Millionen Euro fließt in die Taschen neuer Talente: Insgesamt stehen in der kommenden Saison 14 Produktionen am Programm. Beck legt Abo-Zyklen auf und stellt vom Stagione- aufs alte Repertoire-System um. Gespielt wird täglich außer montags.

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