Enzenhofer trägt Schuld an Großklassen

Frais: "Ministerium hat Enzenhofer schriftlich auf falsche Berechnung hingewiesen"

Linz (OTS) - Schon mehrmals hat SP-Klubobmann Dr. Karl Frais
darauf hingewiesen, dass Landesschulratspräsident Enzenhofer für Probleme bei der Zuteilung der Lehrer auf die Schulen zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen sorgt. Im Zuge der jüngst bekannt gewordenen 35-Schüler-Klasse an einer Schule in Leonding hat sich auch die Ursache für Enzenhofers Zögern bei der Lehrer-Zuteilung offenbart. "Enzenhofer hat sich nicht an die Richtlinien und die Zählweise im Erlass des Bildungsministeriums vom 2. April 2007 gehalten. Deshalb wurden richtlinienkonform vom Ministerium nur 270 der von Enzenhofer beantragten 349 Lehrer-Dienstposten genehmigt. Das Ministerium hat Enzenhofer schon am 7. August 2007 auf die nichtrichtlinienkonforme Erstellung des Stellenplans hingewiesen. Mit selbem Schreiben wurde er über die genehmigten 270 zusätzlichen Lehrerdienstposten informiert", so Frais. Als Verursacher dieses Schlamassels knapp vor Schulbeginn sei Enzenhofer dringend gefordert, die durch ihn entstandenen Probleme umgehend im Sinne der Kinder und Schulen zu lösen.

Für sprengelfremde Kinder werden keine zusätzlichen Lehrerdienstposten genehmigt - diese Bestimmung ist klar im einschlägigen Erlass des Bildungsministeriums vom 2. April 2007 enthalten. Enzenhofer hat jedoch diese Bestimmung ignoriert und die "Sprengelfremden" trotzdem mitgerechnet und an das Ministerium gemeldet. "Das Ministerium hat bei der Kontrolle der Zahlen festgestellt, dass der oberösterreichische Landesschulrat falsch gezählt hat und schriftlich Anfang August auf den Fehler hingewiesen. Daher ist Enzenhofer als Verursacher des Problems jetzt gefordert, rasch für Abhilfe zu sorgen. In den anderen Bundesländern bestehen diese Probleme nicht, weil sich dort die Landesschulräte korrekt an den Erlass des Bildungsministeriums gehalten haben", stellt Frais fest.

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