GMTN und GPA-DJP zu OeNB: Lohnzurückhaltung hilft Aufschwung nicht

Prämienmodelle nicht Hauptschwerpunkt der Lohn-/Gehaltsrunden

Wien (GPA-DJP/GMTN/ÖGB) - Verwundert zeigen sich die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) über die Aussagen der Österreichischen Nationalbank (OeNB) zur Lohnpolitik im heutigen "Kurier". "Zurückhaltung in der Lohnpolitik schwächt die Einkommen, und führt im Gegenteil zur Schwächung der Konjunktur", so die Gewerkschaften.++++

"Die Aussagen der OeNB sind äußerst widersprüchlich", sagt Erich Foglar, Bundesvorsitzender der GMTN. "Einerseits prognostizieren die Experten ein höheres Wirtschaftswachstum als noch im Juni angenommen, andererseits beklagen sie die mangelnde private Konsumnachfrage. In dieser Situation Lohnzurückhaltung zu empfehlen, wie die OeNB das tut, ist der völlig falsche Weg. Denn der Konsum kann nur über mehr verfügbares Einkommen - also höhere Löhne und niedrigere Steuern -angekurbelt werden." "Die gute Gewinnsituation der Unternehmen über Prämienmodelle innerbetrieblich zu berücksichtigen, wie die OeNB das vorschlägt, ist zwar recht nett und wird ja vielfach schon praktiziert" sagt Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA-DJP. "Das ersetzt aber nicht nachhaltige Lohn- und Gehaltserhöhungen, die allen Beschäftigten zugute kommen und dadurch auch die Inlandsnachfrage beleben." Im Übrigen, so GPA-DJP und GMTN, seien die heimischen Lohnstückkosten im internationalen Vergleich nicht zu hoch, im Gegenteil: Durch die hohe Produktivität habe sich Österreichs Position bei den Lohnstückkosten in den vergangenen Jahren laufend verbessert, das würden auch die Rekordzahlen bei den Exporten bestätigen.

ÖGB, 30. August 2007 Nr. 504

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