Vizekanzler Molterer: "Mitarbeiterbeteiligung als zusätzliches Standbein für wirtschaftlichen Erfolg der Arbeitnehmer in Österreich"

"Kein Ersatz für Kollektivvertrags-Verhandlungen - Sozialpartner-Gespräche dazu ab Herbst"

Wien (OTS) - Gemeinsam mit Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein präsentierte heute Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer in Alpbach das Vorhaben für eine Mitarbeiterbeteiligung in Österreich. "Die wirtschaftliche Entwicklung ist sehr gut. Gleichzeitig haben sich in den vergangenen Jahren die Lohn- und Gewinnquote auseinander entwickelt. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der guten wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben zu lassen", so der Vizekanzler. Dies sei auch wichtig für die gesellschaftspolitische Stabilität. "Die Mitarbeiterbeteiligung ist kein Ersatz für Kollektivvertrags-Verhandlungen oder die Lohnpolitik der Sozialpartner. Sie ist vielmehr ein zusätzliches Standbein für den wirtschaftlichen Erfolg der Arbeitnehmer in Österreich", betonte Molterer.

Molterer unterstrich in diesem Zusammenhang, dass Mitarbeiterbeteiligung eine "win-win-Situation" für alle Beteiligten darstelle. "Mitarbeiterbeteiligung hat sehr positive Effekte - sowohl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Die Leistungsbereitschaft und Motivation der Beschäftigten wird gesteigert und es kommt zu einer stärkeren Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen. Sie partizipieren ja auch am Erfolg. Außerdem kann Mitarbeiterbeteiligung zu einem stärkeren Kostenbewusstsein und weniger Fehlzeiten führen", so der Vizekanzler, der die Thematik Mitarbeiterbeteiligung in den nächsten Monaten auch auf europäischer Ebene weiterdiskutieren will.

Molterer: "Ziel ist Verdoppelung der Mitarbeiterbeteiligung in dieser Legislaturperiode"

Molterer und Bartenstein präsentierten heute auch eine gemeinsam Studie zur Mitarbeiterbeteiligung. "Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache. Es gibt bei den Befragten mit 76 % eine überwältigende Zustimmung zu diesem Konzept. Außerdem bevorzugt eine Mehrheit eine Mitarbeiterbeteiligung, die man freiwillig wählen kann", betonte Molterer.

Molterer verdeutlichte auch die Eckpunkte für ein österreichisches Modell einer Mitarbeiterbeteiligung. "Diese Studie bestärkt mich in unserem politischem Vorhaben. Eckpunkte eines Mitarbeiterbeteiligungs-Modells müssen aus meiner Sicht sowohl auf Freiwilligkeit als auch auf der Möglichkeit sowohl einer Kapital-als auch einer Erfolgsbeteiligung basieren. Wir wollen dieses Modell auch attraktiv für kleine und mittlere Unternehmen gestalten, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen etwa bei einer Erfolgsbeteiligung die Wahl haben zwischen einer Form der Barauszahlung oder der Verwendung im Rahmen einer Zukunftsvorsorge. Ziel ist, dass die Mitarbeiter vom Erfolg ihres Unternehmens etwas spüren. Wir werden das auch steuerlich anreizen", so Molterer, der in dieser Legislaturperiode die Mitarbeiterbeteiligung in Österreich verdoppeln will.

Molterer: "Sozialpartnergespräche ab Herbst"

Bereits im Herbst werde man in Detailverhandlungen mit den Sozialpartnern eintreten, um Modelle der Mitarbeiterbeteiligung zu bewerten. "Das ist mir ein wichtiges Anliegen, daher setzen wir umgehend die nächsten Schritte. Denn wir wollen in dieser Diskussion in Europa weiterhin Vorreiter sein", schloss Molterer.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Finanzen
Mag. Harald Friedl
Sprecher des Vizekanzlers
und Bundesministers für Finanzen
Tel.: (++43-1) 514 33 - 500 005
Fax: (++43-1) 514 33 - 507 060
harald.friedl@bmf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFI0001