Spindelegger erfreut über Pläne Molterers: Mitarbeiterbeteiligung ist alte ÖAAB-Forderung

Zweiter NR-Präsident hofft auf rasche legistische Umsetzung

Wien (ÖVP-PK) - Als "sehr erfreulich" bezeichnete der Zweite Nationalratspräsident Dr. Michael Spindelegger die heutigen Ausführungen von Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein im Zusammenhang mit der Mitarbeiterbeteiligung. "Es würde mich freuen, wenn konkrete Gespräche darüber raschest beginnen, damit diese Maßnahme, die der ÖAAB seit längerer Zeit auf seiner Agenda hat, bald legistisch umgesetzt wird", so Spindelegger in seiner Funktion als Bundesobmann-Stellvertreter der ÖVP-Arbeitnehmerbewegung.****

Die Grundüberlegung des ÖAAB, wonach "Mitarbeiter am Erfolg eines Unternehmens auch wirtschaftlich partizipieren können", sei für eine Arbeitnehmerorganisation der richtige Schritt und gerade in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs aktuell: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen durch ihre Arbeitsleistung und ihren Einsatz maßgeblich zum Erfolg der Unternehmen bei. Daher ist es nur recht und billig, wenn sie den Erfolg des Unternehmens auch im Geldbörsel spüren", so Spindelegger, der überzeugt ist, dass Mitarbeiterbeteiligungsmodelle bei entsprechendem politischen Willen rasch umgesetzt werden können.

Konkret wies Spindelegger darauf hin, dass die Erhöhung des Freibetrages vor Anfall der Lohnsteuer sowie eine Verkürzung der fünfjährigen Behaltefristen von Aktien seinerseits schon seit längerem gefordert wurden. Vorstellbar sind für Spindelegger außerdem Prämien oder eine Art "Erfolgsgeld", für das er bereits vor Monaten die griffige Formulierung des "15. Monatsgehaltes" verwendet hat. Dabei handelt es sich um Gewinnbeteiligungen, die sofort ausbezahlt werden können und steuerlich begünstigt sein sollen.

Verwundert zeigte sich Spindelegger über die Tatsache, dass SPÖ-Gewerkschaftsfunktionäre in den vergangenen Wochen und Monaten eher zurückhaltend auf die Forderung nach Mitarbeiterbeteiligung reagiert haben. Den einzigen Grund für diese "noble Zurückhaltung" ortet er in der Angst, dass es sich um einen Ersatz für normale Lohnrunden handeln könnte. "Diese Angst ist aber unbegründet, weil die Lohnrunden davon in keiner Weise berührt sind. Also erwarte ich seitens aller Gewerkschaften ein unumschränktes Ja zur Mitarbeiterbeteiligung", so der Zweite Nationalratspräsident abschließend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0005