Christgewerkschafter-Chef Schnedl begrüßt die Bereitschaft von VK Molterer und BM Bartenstein, die Mitarbeiterbeteiligung auszubauen

Mitarbeiterbeteiligungsmodelle müssen zusätzlich zu den KV-Lohnerhöhungen greifen

Wien (FCG) - "Ein System der Mitarbeiterbeteiligung ist ein wichtiges zusätzliches Element zur gerechteren Verteilung von Unternehmensgewinnen", begrüßt Christgewerkschafter-Chef und ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl die Initiative von Vizekanzler Molterer und Bundesminister Bartenstein. "Lohnerhöhungen im Rahmen von KV-Verhandlungen sind vollkommen getrennt zu sehen. Bei Lohnerhöhungen wird der Preis der Arbeitskraft für den österreichischen Arbeitsmarkt festgelegt. Das hat mit Gewinnbeteiligungsmodellen nichts zu tun", führt Schnedl weiter aus.

In vielen Firmen gibt es bereits Mitarbeiterbeteiligungsmodelle. Sie basieren entweder auf Kapital- oder auf Gewinnbeteiligung. Beide Modelle werden ohne Konnex zu den KV-Verhandlungen angewendet und bewähren sich sehr gut. "Bei ständig steigenden Unternehmensgewinnen ist es nur logisch, dass solche Modelle die verteilungspolitische Schieflage ausgleichen müssen. Das ist ein wesentliches Element der sozialen Gerechtigkeit. Auch für den öffentlichen Bereich sind solche Modelle denkbar und es gibt bereits Ansätze wie z.B. die Flexibilisierungsklausel, wo Einsparungen nicht zur Gänze ins Budget fließen, sondern die Mitarbeiter einen Anteil davon erhalten. Darüber hinaus gehend könnte man auf Produktivitätssteigerungen abzielen, die ja in privaten Unternehmen zu Gewinn führen!", meint Schnedl zur oft unrichtigen Kritik, Mitarbeiterbeteiligungsmodelle seien für den öffentlichen Sektor und NGOs nicht anwendbar.

Schnedl sieht den Vorschlag von Molterer und Bartenstein als wichtigen Impuls, Mitarbeiterbeteiligungsmodelle flächendeckend auszubauen und begrüßt die Absicht, die Sozialpartner umfassend einzubinden. "Der Grundsatz, dass ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell zusätzlich und unabhängig zu KV-Lohnerhöhungen greifen muss, darf jedenfalls nicht ausgehöhlt werden", schließt Schnedl.

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