Diskussion um die Secession

Wien (OTS) - Putsch, Intrige, Umsturz und Machtgier sind Vokabeln der aktuellen Pressekommentare zu den Ereignissen der Secession. Auch wenn es sich hier nur um journalistische Übertreibungen unbedachter Äußerungen Involvierter oder überhaupt nur um Erfindungen handeln sollte, ist das Erscheinungsbild dieser korrekturbedürftig.

Zu den Fakten:

Der Vorstand der Secession (14 Mitglieder) ist durch den sukzessiven Rücktritt von acht Vorstandsmitgliedern inklusive der zwei VizepräsidentInnen nicht mehr beschlussfähig. Ein in der hundertjährigen Geschichte der Secession einmaliges Ereignis.

Dieser Vorstand ist bei der letzten Wahl explizit als Kollektiv angetreten. Er existiert als solches nicht mehr, ebenso wie das ihm bei der damaligen Wahl ausgedrückte Vertrauen der Mitglieder.

Die Präsidentin strebt trotzdem eine Nachwahl der ausgetretenen Mitglieder an. Zahlreiche Mitglieder der Secession, darunter die letzten vier Präsidenten wünschen aber eine eheste Nachwahl des gesamten Vorstandes, für die sich die amtierende Präsidentin mit einem neuen Team stellen kann und sollte.

Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, warum vereins- und demokratiepolitisch legitime und völlig normale Vorgänge in einer Künstlervereinigung zu Turbulenzen führen müssen. Alle Mitglieder haben nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht ihre Meinung und ihr Urteil über die Vereinigung, ihre Ziele, ihre Aufgaben und auch ihre Führung einzubringen. Andersdenkende dürfen nicht desavouiert werden. Ursachenforschung oder gar Schuldzuweisungen halten wir in der jetzigen Situation für entbehrlich, Personalisierungen für destruktiv.

Nur ein korrekt durchgeführtes Wahlprozedere nach den neuen Statuten kann die Diskussion von einer personellen wieder auf eine sachliche und vor allem auf eine inhaltliche Ebene bringen.

Altpräsidenten der Secession:
Matthias Herrmann
Edelbert Köb
Adolf Krischanitz
Werner Würtinger

Rückfragen & Kontakt:

Adolf Krischanitz
wien@krischanitzundfrank.com

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