Klug: Altersgerechte Jobs statt Spekulationen über Pensionsantrittsalter

Wien (SK) - Scharfe Kritik an der Forderung der Industrie, das gesetzliche Pensionsantrittsalters auf 67 Jahre anzuheben, übte Donnerstag SPÖ-Bundesrat Gerald Klug gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Es sei unerträglich, dass jene, die diesen "sozialpolitischen Unsinn" vertreten, nicht einmal in der Lage seien, auch die dafür notwendigen Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen: "Sich in Alpbach als Industriellenvereinigung hinzustellen, und Forderungen nach Erhöhung des Pensionsantrittsalter zu erheben, aber in Wirklichkeit nichts zu tun, dass ältere Menschen auch im Alter reale Jobchancen bekommen, ist eindeutig zu wenig!" ****

Das Engagement zur Anhebung der Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer werde erst dann glaubwürdig, so Klug, wenn die Industrie auch für ältere Menschen Arbeit anbietet, und nicht alles tut, um sie aus dem Arbeitsprozess zu drängen. Das sei eine Erfahrung, die viele Menschen in Österreich machen würden: Nur 25 Prozent der der 60- bis 64-jährigen stehen derzeit im Arbeitsprozess.

Wenn man sich daher notwendigerweise Gedanken mache, wie die Erwerbstätigkeit der älteren Menschen anzuheben sei, dann sei über altersgerechte Arbeitsplätze, geeignete innerbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen und eine geeignete betriebliche Gesundheitsförderung zu diskutieren und nicht über die Anhebung des Pensionsantrittsalters, erläuterte der Abgeordnete.

"Schade, dass diese Chance in einem Tiroler Bergdorf nicht genutzt wurde. Wäre dies nämlich gelungen, hätte es ein schöner Beginn werden können, um im bewährten Sozialpartnerdialog zur Bewältigung von Zukunftsproblemen zu gelangen. Der Erfinder des Forum Alpbach - Otto Molden - wäre begeistert gewesen. Vom Auftritt des Präsidenten der Industriellenvereinigung Veit Sorger wäre er wohl nur maßlos enttäuscht gewesen", schloss Klug. (Schluss) wf/mp

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