Heinisch-Hosek zu Marek: Schöne Worte genügen nicht - man muss auch etwas tun!

Gezielte AMS-Maßnahmen für Frauen umsetzen

Wien (SK) - Die selbstzufriedene Betrachtung der Frauenerwerbstätigkeit, die ÖVP-Staatssekretärin Marek beim Forum Alpbach darlegte, kann SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek nicht teilen. "Schöne Worte allein sind zu wenig. Es ist ja nett, wenn Marek davon spricht, dass Frauen bessere Jobs bekommen müssen, dass für die Frauenerwerbsbeteiligung Qualifikationsmaßnahmen durch das AMS notwendig sind, eine bessere Unterstützung des Wiedereinstiegs und Verbesserungen bei der Vereinbarkeit und beim Kinderbetreuungsgeld", so Heinisch-Hosek am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Aber da muss auch etwas getan werden. Und gerade Marek hat da als Staatssekretärin in einem Ministerium, das für das AMS zuständig ist, ein weites Aufgabengebiet."****

Heinisch-Hosek erläuterte, dass Frauen derzeit schon bei Qualifizierungsmaßnahmen des AMS entsprechend den Zielvorgaben mit mindestens 50 Prozent berücksichtigt werden müssen. Durch die Festlegung, dass 10.000 FacharbeiterInnenkurse im Bereich Metall durchgeführt werden, kommen Frauen im Bereich der Höherqualifizierung jedoch nicht auf diese Quote. "Aus diesem Grund müssen zusätzlich 10.000 FacharbeiterInnenkurse vor allem in Form von Arbeits- und Implacementstiftungen angeboten werden und Frauen dabei durch eine gezielte Vorgabe überdurchschnittlich hoch Berücksichtigung finden", forderte Heinisch-Hosek. So interpretiert die SPÖ das Regierungsübereinkommen, dem sich ja auch Staatssekretärin Marek verpflichtet hat. "Die Finanzierung dieser Qualifizierungsmaßnahmen darf aber nicht durch Umschichtungen erfolgen, sondern sollte mit zusätzlichem Geld für das AMS aus den konjunkturbedingten budgetären Mehreinnahmen bedeckt werden", forderte die SPÖ-Frauensprecherin. Auch sollten flächendeckend in den AMS-Einrichtungen Ansprechpersonen für Frauenanliegen zur Verfügung stehen, da aus einer Untersuchung hervorgeht, dass Frauen mit der AMS-Betreuung weit weniger zufrieden sind als Männer.

Und was den von Marek angesprochenen höheren Anteil der Frauenerwerbstätigkeit betrifft, so sei zu bedenken, dass dies fast ausschließlich auf den enorm hohen Anteil der Teilzeitarbeit in Österreich zurückzuführen ist. Zudem sinkt die Frauenarbeitslosigkeit leider noch immer langsamer als die der Männer. "Aber Marek hat auch hier die Lösung bereits angesprochen. Etwa bessere Vereinbarkeit. Ja, durch mehr Kinderbetreuungseinrichtungen! Oder leichterer Wiedereinstieg. Ja, durch spezifische Maßnahmen zur Weiter- und Neuqualifizierung für Frauen. Und Verbesserungen des Kindergelds. Ja, durch mehr Flexibilisierung - zumindest für Alleinerziehende sollte es hier noch weitere Verbesserungen geben. Jetzt geht es nur mehr darum, dass die ÖVP hier auch tätig wird, sich ansonsten zurücklehnt und sich vor allem mit ihrem selbstgemachten Perspektiven-Chaos beschäftigt", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up

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