Ramharter: Verpflichtende Freizeitunfallversicherung für Dienstnehmer ist ein Gebot der Stunde

Über 70 % der Unfälle passieren in der Freizeit

Wien (OTS) - Fachliste: "Nachdem bereits knapp drei Viertel aller Unfälle in der Freizeit passieren, sollte endlich eine verpflichtende Freizeitunfallversicherung für Dienstnehmer eingeführt werden", wiederholt Karl Ramharter, Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer, eine Forderung der Arbeitgeberseite als Reaktion auf die Statistik des Kuratorium für Verkehrssicherheit. "Die Kosten dafür müssen allerdings von den Dienstnehmern getragen werden. Im Gegenzug könnte man dann den Beitrag zur AUVA reduzieren, und so die Lohnnebenkosten senken."

Die Beiträge zur AUVA werden im Moment ausschließlich von der Arbeitgebern bezahlt. Die Zahl der Arbeitsunfälle nimmt aber permanent ab, während die Freizeitunfälle stetig zunehmen. Die Arbeitgeber haben durch Evaluierung der Arbeitsplätze und Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter zu einer Senkung der Arbeitsunfälle beigetragen. Trotzdem zahlen sie alleine die Kosten für die Unfallversicherung.

"Es gibt zwar einen Ergänzungsbeitrag zur Krankenversicherung, der oft als Freizeitunfallversicherung benannt wird, dieses Geld behalten aber die Krankenkassen ein", führt Ramharter weiter aus. "Wenn die Kassen der Unfallversicherung die tatsächlichen Kosten für die Versorgung der Verletzten nach Freizeitunfällen ersetzen würden, könnten dadurch die Lohnnebenkosten gesenkt und etwas mehr zur Kostenwahrheit und Kostengerechtigkeit beigetragen werden", schloß Ramharter.
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