VP-Walter: "Stadioncenter-Errichter vom Rechnungshof arg zerzaust"

IG Immobilien mit Vorwurf mangelhafter wirtschaftlicher Beurteilung konfrontiert

Wien (OTS) - Schwere Vorwürfe erhebt der Rechnungshof gegen den Errichter des neuen Einkaufszentrums "Stadioncenter", das heute eröffnet wurde und die Nahversorgung in gewachsenen, bestehenden Einkaufsstraßen im 2. Bezirk massiv konkurrenzieren wird. "Die IG Immobilien - ein Tochterunternehmen der Österreichischen Nationalbank - wird vom Rechnungshof in seinem Bericht arg zerzaust", so der Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter. "Der Rechnungshof spricht unter anderem davon, dass in der wirtschaftlichen Beurteilung des Projektes Stadioncenter keine Aufwendungen berücksichtigt wurden und dass die Projektobergrenze von 30 Millionen Euro um rund 20 Prozent überschritten wird. Außerdem wird diese Art der Geschäftspolitik wörtlich als ‚risikoreich’ eingestuft", sagte Walter.
Laut Neustrukturierungskonzept der IG Immobilien sollten Investitionskosten eines Projektes grundsätzlich nicht über 30 Millionen Euro liegen. "Es besteht der Verdacht, dass der IG Immobilien um das Geld der Steuerzahler nichts zu teuer ist. Außerdem sollte die IG Immobilien durch Investitionen im Immobilienbereich zur Absicherung der OeNB-Pensionen beitragen. Auch hier kritisiert der Rechnungshof eine unterdurchschnittliche Performance gegenüber vergleichbaren Veranlagungsmöglichkeiten", so Walter.
"Man kann nur hoffen, dass sich der Slogan ‚Endlich ein g´scheites Einkaufszentrum’ für das Stadioncenter trotz der Errichtungsgesellschaft IG Immobilien bewahrheitet. Es sind aber begründete Zweifel angebracht, wenn man sich ein weiteres IG-Einkaufszentrum in Niederösterreich ansieht. Laut Rechnungshof war dieses beinahe vollständig vermietet, erwirtschaftete von 2000 bis 2004 dennoch negative Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von fast sechs Millionen Euro", so Walter.
Abschließend kritisierte der VP-Landesgeschäftsführer erneut das Fehlen eines schlüssigen Verkehrskonzeptes für den gesamten Prater-Bereich.

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