Weinzinger: Tierschutzbilanz der Bundesregierung erbärmlich

Grüne fordern konsequente Weiterentwicklung des Tierschutzrechts

Wien (OTS) - "Die SPÖ kündigt beim Tierschutz stets große Taten an, bei näherem Hinsehen entpuppen sich diese aber stets als Enttäuschung: vor der Sommerpause wurde das Tierschutzgesetz novelliert mit dem Ergebnis, dass der Tierschutzrat demontiert wurde und die erschütternden Vorfälle bei Tiertransporten im heutigen Sommer haben gezeigt, dass auch das neue Tiertransportgesetz nicht greift und das Tierleid auf den Straßen unvermindert anhält", kritisiert die Tierschutzsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger die heutige Pressekonferenz des SPÖ-Tierschutzsprechers Keck. Die Grünen sehen ein chronisches Kontrolldefizit bei den Tiertransporten und weiteren Novellierungsbedarf beim Bundestierschutzgesetz.

"Die Tierschutzgesetz-Novelle vor der Sommerpause ist 1:0 gegen den Tierschutz ausgegangen, daher betrachten wir die Ankündigungen der SPÖ mit Skepsis", so Weinzinger. Die Grünen haben schon zu Beginn der Legislaturperiode einen umfassenden Gesetzesantrag zur Novellierung des Tierschutzgesetzes eingebracht, der an den Berichten des Tierschutzrates orientiert war. Die SPÖ hat diesen Antrag gemeinsam mit der ÖVP abgelehnt, gleichzeitig hat Tierschutzsprecher Keck aber angekündigt, er werde sich im Herbst ausführlicher mit diesem Antrag beschäftigen, weil er interessante Ansätze erkennen könne. "Ich fordere Abgeordneten Keck nun auf, dieses Versprechen einzuhalten und auf den parteiübergreifenden Konsens beim Tierschutzgesetz zurückzukommen, damit die Defizite behoben werden können", fordert Weinzinger und betont, dass sie im Sinne der Tiere jederzeit zu Kooperationen bereit sei.

Darüber hinaus gebe es jede Menge Handlungsbedarf im Tierschutz. So sei zum Beispiel die Anzahl der Tierversuche massiv ansteigend. Dies sei erschreckend und sinnlos, da es immer mehr Alternativmethoden gibt, die laufend entwickelt und international anerkannt werden. Die Grünen kündigen für Herbst einen Antrag zur Reduzierung von Tierversuchen und zur Förderung von Alternativmethoden an. "Auch hier erwarten wir die Unterstützung der Regierungsparteien, wenn sie es wirklich ernst meinen mit dem Tierschutz", erklärt Weinzinger.

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