Kickl an Industriellenvereinigung: Miteinander ist Gebot der Stunde

IV-Forderungen verkennen Probleme am Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - Als absurd und fernab jeder Realität bezeichnete
heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl die von der Industriellenvereinigung losgetretenen Debatte über die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von 65 auf 67 Jahre. Die aktuelle Lage sei vielmehr, dass gerade der Bereich Jugendarbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit bei über 50-Jährigen ein großes Problem seien. Hier habe nicht nur die SPÖ-ÖVP-Regierung samt schwarzem Wirtschafts-und Arbeitsminister kein Rezept, sondern man höre auch von der Industriellenvereinigung bisher nichts von einer aktiven Arbeitsmarktpolitik für ältere Menschen. Das Ergebnis werde in diesem Fall eine noch höhere Arbeitslosenrate in dieser Altersgruppe und damit eine höhere Belastung der Sozialausgaben sein. Kickl weiter:
"Das ist, wie wenn man einem Nichtschwimmer anstatt eines Basis-Schwimmkurses das Ablegen eines Leistungsabzeichens nahelegt."

Die IV sei mit solchen Aussagen im Grunde die Speerspitze einer ÖVP-Politik der Maximierung der Unternehmensgewinne, so Kickl. Dazu würden auch die Forderungen nach neuen Ost-Arbeitskräften und das ständige Verlangen nach mehr Flexibilität auf Kosten der Arbeitnehmer passen. Sowohl die Industriellenvereinigung als auch die ÖVP würden damit offenbar den Wert des Menschen anhand seiner Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz definieren. Das Drama sei nur, dass die SPÖ mit der Koalition auch die eigene Kapitulation unterzeichnet habe und dadurch im Grunde nichts mehr Konkretes zu dem Thema beizutragen habe. "Die FPÖ jedenfalls wird als soziale Heimatpartei die arbeitende Bevölkerung bei diesem heiklen und sensiblen Thema nicht im Stich lassen. Von uns gibt es ein klares Nein zu allen Maßnahmen, die einseitig auf Kosten der Arbeitnehmer gehen. Wir fordern ein echtes Miteinander von Unternehmen und ihren Beschäftigten", schloss Kickl. Dazu zähle auch, dass es endlich einen echten Ausgleich zwischen der Lohnentwicklung und den derzeit steigenden Unternehmensgewinnen geben müsse, andererseits auch das Auseinanderklaffen der Steuern auf Arbeit und der Gewinnbesteuerung bei Unternehmen beendet werden müsse.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
Tel.: +43-664-44 01 629, karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005