Rechnungshof bestätigt: AUA benötigt Flottenharmonisierung

FPÖ-Luftfahrtsprecher Hofer: Unternehmen hat Zukunft - Kritik an Personalvertreter des Fliegenden Personals

Wien (OTS) - FPÖ-Luftfahrtsprecher NAbg. Ing. Norbert Hofer hat mehrmals darauf hingewiesen, dass für den zukünftigen Geschäftserfolg der AUA eine Flottenharmonisierung erforderlich ist. Eine kleine Luftfahrtgesellschaft kann es sich nicht leisten, so Hofer, die Zusatzkosten für Techniker- und Pilotenausbildung für eine Vielzahl von Typen sowie die Lagerkosten zu tragen.

Der Rechnungshof kommt nun in seinem Prüfbericht zum selben Ergebnis. Der Rechnungshof hat die Gebarung der AUA geprüft und kam zum Schluss, dass die Flugzeugflotte der AUA vor allem aufgrund der Vereinigung der Fluglinien AUA, Lauda Air, Tyrolean und Rheintalflug zum Konzern inhomogen sei.

Norbert Hofer: "Aufgrund der bisher getroffenen Harmonisierungsmaßnahmen werden Kostenreduktionen von rund 45 Millionen Euro pro Jahr erreicht. Ich gehe davon aus, dass am Ende des Harmonisierungsprojektes ein Gesamteinsparungspotential von bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr erreicht werden kann."

Für die Langstrecke wird die AUA künftig nur mehr auf den Hersteller Boeing setzen und die Airbus-Flotte aus dem Betrieb nehmen. Hofer:
"Nun geht es darum, rascher als geplant die Mittelstreckenflotte zu harmonisieren. Hier sind erst bis zum Jahr 2015 Maßnahmen geplant. Das ist zu spät."

Wenig Verständnis zeigt Hofer für den latenten Unmut beim fliegenden Personal, der vor allem von den Herren im Cockpit ausgeht. "Kein Pilot der AUA leidet unter Existenzängsten, die Bezahlung ist hervorragend. Es ist nun mal eine Tatsache, dass am Arbeitsmarkt ein großes Angebot an erfahrenen und gut ausgebildeten Berufspiloten vorhanden ist. Der Pilot ist heute nicht mehr wie früher der Lokführer ein Mensch vom anderen Stern, ein Übermensch, den es zu bewundern gilt und der höchst zu bezahlen ist. Auf der anderen Seite werden die Herausforderungen für das Bodenpersonal immer größer. Ein Wartungstechniker oder ein Mitarbeiter im Engineering muss sich einer immer schwierigeren Ausbildung unterziehen, da die technischen Herausforderungen weiter steigen. Die Schere zwischen den Einkommen der Piloten und der Techniker muss daher kleiner werden. Interessanterweise ist das Bodenpersonal bei der AUA aber zufriedener als die fliegenden Kollegen. Hier steht man stärker hinter dem rot-weiß-roten Unternehmen."

Hofer weiter: "Insgesamt ist die AUA ein hervorragendes Unternehmen und hat Zukunft. Die vom Rechnungshof vorgeschlagenen Maßnahmen sind umsetzbar und werden vom Management zweifellos berücksichtigt werden."

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