Grünewald: "Studienchecker"-Idee von Hahn absurd

Grüne: Regierung soll Universitätsreform angehen statt zanken

Wien (OTS) - Die Idee von Wissenschaftsminister Hahn, ´Studienchecker´ an die Schulen zu schicken, um mit Hilfe von Tests und einstündigen (!) Gesprächen herauszufinden, für welche Studienrichtung SchülerInnen geeignet sind, bezeichnet der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, als "absurd". Die ÖVP überschlage sich seit Monaten mit immer neuen krauseren Ideen zum Thema Bildung.

Grünewald plädiert für Studieneingangsphasen, in denen StudentInnen ein Bündel fachverwandter Fächer wählen. "Welches von diesen dann weiterstudiert wird, entscheiden Leistungen, Interesse und Einschätzung zukünftiger Perspektiven".

Bildungsberatung an den Schulen müsse zwar massiv ausgebaut werden. Tests seien aber nicht die Lösung. Das Geld solle viel mehr in eine umfassende Bildungsberatung fließen, die über Vielfalt und Bandbreite und darüber, was angehende StudentInnen erwartet, ausführlich informiert. Dabei sollen auch UniversitätslehrerInnen in den Unterricht der Oberstufe einbezogen werden und Schnupperwochen an den Unis Teil des Unterrichtes sein.

Entschieden verwehrt sich Grünewald gegen Hahns Modell mit Nachhilfe die Studiengebühr zurückzuverdienen. "StudentInnen sind keine Billiglohnarbeitskräfte, und SchülerInnen haben sich speziell ausgebildete FörderlehrerInnen verdient", so Grünewald. An die Koalition appelliert Grünewald zu arbeiten statt zu zanken: "Im Herbst werden wieder Hunderte StudentInnen vor verschlossenen Türen stehen. Es ist höchst an der Zeit die Unireform anzugehen und die Universitäten mit dem Geld auszustatten, das sie brauchen", schließt Grünewald.

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