WESTENTHALER: BZÖ präsentiert Investivlohnmodell

Wien 2007-08-30 (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Peter Westenthaler hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz das Investivlohn-Modell des BZÖ präsentiert. Westenthaler begrüßt, dass mittlerweile auch die ÖVP den seitens des BZÖ schon im Dezember vorgestellten Ansatz einer wirkungsvollen Mitarbeiterbeteiligung intensiv diskutiert. "In Zeiten von Hochkonjunktur und Rekordgewinnen, die von den fleißigen Mitarbeitern der Unternehmen erarbeitet werden, ist es höchst an der Zeit, den Österreicherinnen und Österreichern ihren gerechten Anteil zukommen zu lassen. Hier geht es nicht um die Tariflohnsteigerungen in der Höhe von 2 bis 3 Prozent, sondern um Prämien im Bereich eines zusätzlichen 15. Monatsnettogehaltes. Das ist eine klare Ansage, eine Motivation und eine spürbare Einkommensanhebung", so Westenthaler.

Das BZÖ will die Mitarbeiter am positiven Gewinn eines Unternehmens beteiligen. Der Investivlohn ist deshalb kein zusätzlicher Lohnanteil, sondern eine zusätzlich ausgeschüttete Prämie. Während die durchschnittlichen Lohnerhöhungen und Einkommenszuwächse für Arbeitnehmer in Österreich bei rund 2 bis 3 Prozent (Quelle:
Statistik Austria) liegen, könnten ArbeitnehmerInnen über ein Investivlohnmodell überproportional profitieren. Das bedeutet umgerechnet ein zusätzliches 15. Nettogehalt pro Jahr.
Beispiel EVN: Im Geschäftsjahr 2005/06 beschäftigte die EVN-Gruppe insgesamt im Schnitt 9.973 MitarbeiterInnen, davon 2.353 in Österreich (3.803 in Bulgarien, 3.551 in Mazedonien, 206 in Deutschland und 60 in weiteren Ländern Europa). Sie erwirtschafteten einen Bilanzgewinn von 120 Mio. Euro (Quelle: EVN-Geschäftsbericht 2005/2006). Würden 10 Prozent des Finanzergebnisses in ein Mitarbeitererfolgsbeteiligungsmodell fließen, kämen 12 Mio. Euro zur Ausschüttung - pro Beschäftigten rd. 1.200 Euro.
Beispiel ATX-Unternehmen: Auf Basis einer Berechnung der Arbeiterkammer haben die 18 wichtigsten ATX-notierten Unternehmen (prime market, ohne BWIN und Voest Alpine) im Jahr 2006 ein Ergebnis vor Steuern in der Höhe von 8,9 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus zum Vorjahr von 36 Prozent. Diese Unternehmen beschäftigen rd. 290.000 Mitarbeiter (im In- und Ausland). Auf Basis einer Erfolgsbeteiligungsquote von 10 Prozent würde daraus ein zusätzliches Einkommen von rd. 3.000 Euro pro Mitarbeiter resultieren.

Eine Untersuchung der 30 wichtigsten an der Wiener Börse notierten Unternehmen aus dem Vorjahr (Quelle: Österr. Gesellschaft für Politikberatung, August 2006) zeigt, dass sich die Unternehmensgewinne nach Steuern allein von 2001 bis 2005 auf insgesamt 6,4 Mrd. Euro vervierfacht haben. Stellt man diesen Gewinn in ein Verhältnis zur Zahl der insgesamt rund 257.000 im Jahr 2005 in diesen Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern, so hat jeder Mitarbeiter durchschnittlich 24.859 Euro Gewinn erwirtschaftet (2001 waren es noch 7.489 Euro). Eine Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter über ein Investivlohn-Modell ist daher nur fair und gerecht und ein Gebot der Stunde!

Westenthaler verweist in diesem Zusammenhang auf Großbritannien wo bereits 24 Prozent der Unternehmen eine Mitarbeiterbeteiligung praktizieren oder auf Frankreich wo die Quote bei 43 Prozent liegt. Das BZÖ tritt auch dafür ein den Investivlohn über Anreize zu attraktivieren und zeigt sich skeptisch gegenüber Zwangsmodellen, wie auch gegenüber den ÖVP Plänen der Arbeitnehmer über eine Anteile zu beteiligen, denn dies berge auch das Risiko eines Verlustes in sich. "Die Bundesregierung ist gefordert, das Investivlohnmodell des BZÖ zu forcieren. Eine steuerliche Begünstigung, ähnlich wie bei der Abfertigung, aber auch Steuererleichterungen für Unternehmen müssen als starker Anreiz für die Verwirklichung des Investivlohnes kommen. Das BZÖ-Modell bedeutet mehr vom Gewinn für Mitarbeiter und Vorteile für Unternehmen. Das ist echte Fairness und eine Revolution für die Einkommen der Österreicherinnen und Österreicher", bekräftigt Westenthaler abschließend.

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