Talente und Qualifikationen von MigrantInnen in Österreich nutzen

Diakonie Direktor Chalupka bei Wirtschaftsgesprächen in Alpbach

Wien (OTS) - "Es gibt eine qualifizierte Zuwanderung, sie wird nur nicht zur Kenntnis genommen", ruft Diakonie-Direktor Michael Chalupka bei den Wirtschaftsgesprächen in Alpbach zum Thema "Nie wieder Vollbeschäftigung?" auf, verschüttete Talente und Qualifikationen von MigrantInnen in Österreich zu nutzen. Wie die OECD feststellt, werden sie in überproportionalem Ausmaß nicht ihrer Qualifikation entsprechend beschäftigt - teils wegen Diskriminierung, teils mangels Anerkennung ihrer Ausbildungen. 21,1 Prozent der Immigranten in Österreich sind weit überqualifiziert, so die OECD. Ihr Potenzial wird von der Volkswirtschaft nicht richtig genutzt. "Neben dem Ziel einer wirtschaftlich notwendigen Migrationspolitik müssen auch die Potenziale der schon hier lebenden Migrantinnen und Migranten besser gefördert werden", betont Chalupka.

Die Diakonie fordert die Schaffung von zielgruppenspezifischen Unterstützungsangeboten und Förderungen zur Unternehmensgründung, damit Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund befähigt werden, ihre Potentiale und Ressourcen im unternehmerischen Bereich in die österreichische Arbeitsmarktlandschaft einzubringen und so ihrerseits zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze beizutragen.

Unterstützt von projekteigenen Kursmaßnahmen, wie Berufsorientierungskursen, Jobcoachings und Bewerbungstrainings sollen die KlientInnen im Rahmen der intensiven Arbeitssuche von den IntegrationsberaterInnen angeleitet und mit den Mechanismen des österreichischen Arbeitsmarktes vertraut gemacht werden. Durch laufende Kontakte zu Unternehmen und dem Angebot von Exkursionen zu Firmen, kann den Flüchtlingen ein realistisches Bild der österreichischen Arbeitswelt vermittelt werden.

Weiters fordert die Diakonie, dass im Rahmen der Beratung von Unternehmen eine umfassende und auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittene rechtliche Beratung mit Schwerpunktsetzung auf das Ausländerbeschäftigungsgesetz angeboten wird. Ergänzend sollen Beratungsgespräche zum Themenschwerpunkt kulturelle Diversität im Betrieb stattfinden. Durch das Angebot von Arbeitsassistenzleistungen können sich Unternehmen auch nach einer erfolgten Einstellung von Menschen mit Fluchthintergrund, bei Fragestellungen und Problemen an die BeraterInnen der Integrationseinrichtungen des Diakonie Flüchtlingsdienstes wenden.

"Die Diakonie bietet bereits Modelle solcher Beratungseinrichtungen an. Von 90 Prozent der Familien mit anerkanntem Flüchtlingsstatus, erhält bei intensiver Betreuung zumindest ein Familienmitglied einen qualifikationsadäquaten Arbeitsplatz", so Chalupka abschließend.

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