FP-Jung: Darabos - Polit-Harakiri eines naiven Ministers

Perlenreihe, Band 19: Wie demontiert man sich selbst

Wien, 29-07-2007 (fpd) - Ein Verteidigungsminister muss keine detaillierten Fachkenntnisse mitbringen und nicht einmal den Wehrdienst abgeleistet haben, Basiskenntnisse der Sicherheitspolitik und des Apparates wären allerdings hilfreich, meint der Wiener FPÖ-Wehrexperte LAbg. Mag. Wolfgang Jung angesichts der auch für die politischen Mitbewerber traurigen Darbietung von SPÖ-Verteidigungsminister Darabos.

Warum Darabos angesichts seiner Defizite auf fachliche Beratung durch politisch eventuell nahe stehende Offiziere verzichtet, wissen die Ältesten nicht. Stattdessen igelt sich der Minister mit seinen Parteimitarbeitern ein und ist wochenlang weder für Spitzenmilitärs noch für Personalvertreter zu sprechen.

Sein Kardinalfehler war jedoch, dass er in seiner Eröffnungsbilanz den beinahe konkursreifen Zustand des Bundesheeres, den sein ÖVP-Vorgänger nach vier Jahren Reformgeschwafel zu verantworten hat, verschwiegen hat. Jetzt lässt er sich ohne Gegenwehr von der ÖVP auch noch dafür prügeln, dass - Platter sei Dank - keine einzige Kompanie mehr mobil gemacht und ein großer Hochwassereinsatz nicht mehr bewältigt werden kann, ist Jung verwundert.

Je länger er davor zurückschreckt, der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken, umso mehr macht er sich selbst mitschuldig und unglaubwürdig in der Öffentlichkeit. Um von der erneut in der ÖVP aufgeflammten NATO-Beitrittsdebatte und der Aufweichung der Neutralität abzulenken, werden jetzt (neben wirklich besorgten Milizoffizieren) auch der ÖVP zuzurechnende Personen vorgeschickt, die dem Minister den Gnadenstoß versetzen sollen.

Mein Mitleid mit Darabos hält sich zwar in Grenzen, aber wenn jetzt ein pensionierter Spitzenmandatar des ÖAAB mit besten Kontakten in die USA und selbst Drahtzieher der missglückten Reform nach vierjährigem Schweigen auf einmal besorgt ist, dann hinterlässt das bei ehrlichen Freunden des Bundesheeres einen bitteren Nachgeschmack. Intern wird vermutet, dass Darabos dessen lukrativen Beratervertrag nicht verlängert und sich so seinen Unmut zugezogen hat, schloss Jung. (Schluss)am

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