ÖAMTC kritisiert Beschilderung der neuen Wiener Mega-Kurzparkzone

Unzureichende Information könnte zu unnötigen Bestrafungen führen

Wien (OTS) - Die Stadt Wien will nach Angaben der ÖAMTC-Informationszentrale die bisherigen Bezirks-Kurzparkzonen auflösen und nur noch bei allen Ein- und Ausfahrten der neuen innerstädtischen Megazone Verkehrszeichen aufstellen. Dadurch sollen mehr als tausend bisherige Tafeln eliminiert werden.

Die neue Beschilderung birgt laut ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer die Gefahr, dass
zahlreiche Kraftfahrer die Kurzparkzone nicht erkennen: Da nämlich die Schilder an den bisherigen Abzweigungen vom Gürtel entfernt werden und die Zonengrenze künftig in der Mitte des Gürtels, also meist unter der U6 oder im Grüngürtel verläuft, werden die Tafeln auf den kurzen Verbindungsstraßen zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen aufgestellt. Wer beispielsweise von Graz in den 9. Bezirk fahren möchte, wird über die Südost Tangente und den Gürtel fahren. Er wird im 3. Bezirk die Zonengrenze überfahren und vermutlich bis zur Volksoper längst vergessen haben, dass er sich noch immer in einer riesigen Kurzparkzone befindet. Eine Bestrafung wegen unterlassener Parkschein-Verwendung wird die Folge sein.

Daher fordert der ÖAMTC innerhalb der Zone Hinweise, über den Geltungszeitraum der Gebührenpflicht sowie über die Erhältlichkeit von Parkscheinen. Hoffer ergänzt: "Vor wenigen Monaten hat die Volksanwaltschaft kritisiert, dass die Zone rund um die Stadthalle ungewöhnlich weitläufig ist und daher innerhalb der Zone Erinnerungen erfolgen müssten. Das Gebiet sämtlicher Innenbezirke ist aber noch viel größer. Zumindest müsste die Stadt dank der erhöhten Parkgebühren genug Geld haben, um neben blauen Bodenmarkierungen auch ausreichend Erinnerungsschilder anzubringen. Das gute Projekt der Abholzung des Schilderwaldes darf nicht dazu führen, dass Bürger der Stadt oder Gäste aus den Bundesländern das Gefühl haben, in eine Falle geraten zu sein."

Statt Vereinheitlichung versteckte Erweiterung und drastische Mehrbelastung

Der ÖAMTC übt weiters Kritik an der konkreten Umsetzung der neuen Bestimmungen: Unter dem verharmlosenden Titel "Vereinheitlichung" wurde die Geltungszeit der Mega-Kurzparkzone mit 22 Uhr festgesetzt. Da die meisten Bezirke aber bisher bis 20 Uhr "blaue Zone" sind, ist der Begriff "Vereinheitlichung" nicht angebracht. Die Verlängerung bis 22.00 Uhr und die Preisanhebung sind und bleiben drastische Mehrbelastungen für die Kraftfahrer.

Außerdem werden ab September Parkplätze gebührenpflichtig, die bisher nichts kosteten. Das betrifft mehrere Parkplätze in den Gürtelquerungen (z.B. Michaelerstraße und Sternwartestraße im Bereich 9./18. Bezirk).

ÖAMTC-Service: Rücknahme und Umtausch der alten Parkscheine und Forum auf der Homepage des Clubs

Der Zustrom zu den ÖAMTC-Dienststellen und Stützpunkten in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zum Umtausch der alten Scheine ist enorm. Der ÖAMTC weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ausnahmslos nur alte Euro-Parkscheine (maximal 30 Stück), nicht aber Schilling-Parkscheine umgetauscht werden können.

Weiters lädt der Club alle Kurzparkzonen-Anrainer, Wien-Pendler und Besucher ein, ihre persönliche Meinung zu den Änderungen bei der Kurzparkregelung in einem eigens dafür eingerichteten Diskussionsforum unter www.oeamtc.at/parken zu äußern.

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Alle Infos zu Änderungen, Parkschein-Umtausch beim Club und Diskussionsforum im Internet unter: www.oeamtc.at/parken.

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