Flemming: Europäische Seniorenunion (ESU) diskutiert grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Seniorenorganisationen

Wien (OTS) - Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Seniorenorganisationen war das Thema einer Regionalkonferenz der Europäischen Seniorenunion (ESU) in Malmö, Schweden, an der Vertreter von Norwegen, Dänemark, Schweden, Deutschland, Österreich sowie Estland, Lettland, und Litauen teilnahmen, berichtet BM a.D. Dr. Marilies Flemming, ehemalige Europaabgeordnete, Exekutivmitglied der ESU und Europabeauftragte des Österreichischen Seniorenbundes:

Ein Hauptthema waren die extrem niedrigen Pensionen in den baltischen Staaten, die weit von den in Schweden, Deutschland oder auch Österreich üblichen Pensionen entfernt sind.

Man werde von der ESU aus mit politischen Appellen, Demonstrationen und Informationen die Regierungen der baltischen Staaten auf die finanzielle Not vieler Pensionisten hinweisen und so die Pensionistenorganisationen in diesen Ländern europaweit unterstützen.

Ein weiteres Hauptthema der Konferenz war der europaweit festzustellende Wunsch vieler alter Menschen, nicht nur so lange als möglich zu Hause leben zu können, sondern auch zu Hause sterben zu dürfen. Die dafür notwendige Hilfe für die pflegenden Angehörigen und die damit verbundenen finanziellen Belastungen werden ein Hauptthema der Europäischen Seniorenunion in den nächsten Jahren sein.

Es ist für uns ein Menschenrecht, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sein Leben auch im hohen Alter und als Pflegebedürftiger sein Leben dort zu verbringen, wo er dies möchte. Das Gebot der Solidarität ist für uns ein unaufgebbares Menschenrecht und ein Eckpfeiler innerhalb der Generationengerechtigkeit. Es ist uns klar, dass die arbeitende Generation aus ihrem Arbeitsertrag nicht die Beträge erwirtschaften kann, die benötigt werden, um die -für sich betrachtet - berechtigten Ansprüche an Geldleistungen einerseits der noch nicht und andererseits der nicht mehr arbeitenden Bevölkerung zu bedienen. Daher streben wir ein Bündnis aller Generationen an.

Wir alle wissen, dass im Sozialbereich nur das verteilt werden kann, was zuvor im Wirtschaftssektor erarbeitet wurde. Wir werden also nicht darum herum kommen, die notwendigen Gelder in Form von Gebühren, Beiträgen oder Steuern den für das soziale Handeln zuständigen Stellen zur Verfügung zu stellen.

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Österreichischer Seniorenbund
Mag. Martin Amor
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