FMA-Erhebung: Österreichische Versicherungsunternehmen und Pensionskassen von der US-Immobilien-Krise kaum betroffen

Wien (OTS) - "Die österreichischen Versicherungsunternehmen und Pensionskassen sind von der amerikanischen Immobilien-Krise und den Erschütterungen am Sub-Prime-Markt kaum direkt betroffen", fasst FMA-Vorstand Dr. Heinrich Traumüller eine flächendeckende aktuelle Erhebung der Finanzmarktaufsichtsbehörde zusammen. Bei den Pensionskassen seien lediglich 0,8 Prozent des veranlagten Vermögens in sogenannten Asset Backed Securities (ABS) investiert, wovon zwar 72 Prozent auf den US-Markt entfallen, dort aber nahezu ausschließlich in spezielle Papiere, die zusätzlich über eine US-Staatsgarantie verfügen und daher kein Bonitätsrisiko bergen. Bei den Versicherungsunternehmen entfallen 2,6 Prozent der gesamten Kapitalanlagen in Höhe von 78,7 Milliarden Euro auf ABS-Papiere. Von diesen ABS-Investments in Höhe von rund 2 Milliarden Euro sind lediglich 22 Prozent direkt investiert, 78 Prozent indirekt in Fonds, die unter anderem derartige Papiere halten. Mehr als 99 Prozent dieser ABS-Investments sind als "Investment Grade" mit guter Bonität eingestuft. Der durchschnittliche ABS-Anteil derjenigen Unternehmen, die in diesem Segment investiert sind, beträgt 3,6 Prozent (zu Buchwerten). Nach derzeitigem Wissenstand beträgt der theoretische Abwertungsbedarf für die gesamte Versicherungswirtschaft 0,03 Prozent.

"Diese Fakten belegen die risikobewusste Anlagestrategie der österreichischen Versicherungsunternehmen und Pensionskassen", so FMA-Vorstand Dr. Traumüller abschließend.

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