FPÖ: Absetzbarkeit der Kosten für Pflege und Betreuung löst Pflegemisere nicht

Hofer zu Kdolsky: "Ich frage mich, was ein Mindestpensionist absetzen soll, wenn er pflegebedürftig ist"

Wien (OTS) - Die Forderung von Gesundheitsministerin Kdolsky nach einer steuerlichen Absetzbarkeit der Kosten für eine Pflege- und Betreuungskraft zuhause bezeichnet FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer als typisches Beispiel für das Stückwerk der amtierenden Bundesregierung.

Hofer: "Steuern kann nur absetzen, wer über ein entsprechendes Einkommen verfügt. Ich stelle Frau Kdolsky die Frage, was ein pflegebedürftiger Mindestpensionist absetzen soll. Die FPÖ ist entsprechend dem finnischen Modell dafür, dass haushaltsnahe Dienstleistungen absetzbar gemacht werden. Dazu gehören neben Arbeiten im und am Haus auch Pflegetätigkeiten. Damit ist das Pflegeproblem aber noch lange nicht gelöst."

Legale Pflege müsse wieder leistbar gemacht werden, als konkrete Forderungen nennt Hofer die Anhebung des Pflegegeldes um 18 Prozent und dessen jährliche Valorisierung. Es müsse auch endlich eine Ausbildungsoffensive für diplomierte Pfleger und für Betreuungspersonal her. Da der Großteil der Pflegebedürftigen nicht von illegalen Pflegern sondern den Angehörigen zuhause gepflegt und betreut werden, fordert Hofer eine soziale Absicherung für die pflegenden Angehörigen.

Norbert Hofer: "Ich empfehle der Bundesregierung ihre sieben Sachen zu packen und den Weißen Hof oder das Rehabilitationszentrum Tobelbad zu besuchen. In Gesprächen mit Pflegebedürftigen, Angehörigen und dem Pflegepersonal werden die Herrschaften erkennen, wie man das Pflegeproblem lösen kann. Der Koalitionsstreit in der Pflegefrage, der scheinbar in einer Endlosschleife gelandet ist und am Rücken der Betroffenen ausgetragen wird, muss endlich beendet werden. Nach fast einem Jahr rot-schwarzer Bundesregierung ist es Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Vorschläge der FPÖ liegen am Tisch, entsprechende Anträge im Parlament wurden längst eingebracht. Jetzt sind die Großparteien zum Handeln aufgefordert."

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