Keine neuen Argumente gegen ehem. kasachischen Botschafter

Heutige Vorwürfe gegen Rakhat Aliyev sind ebenso haltlos wie in der Vergangenheit.

Wien (OTS) - Die kasachische Regierung hat in einer heutigen Pressekonferenz über die Frau des verschwundenen Bank-Managers Hr. Timraliyev und einen Anwalt ihre Sichtweise über den vermeintlichen "Entführungsfall" verlautbart. Die vorgebrachten Vorwürfe entbehren genauso jeder Grundlage, wie jene der Vergangenheit.

"Wenn tatsächlich neue Beweise vorliegen, sollen sie endlich auf den Tisch gelegt werden. Kasachstan soll aufhören, Verdächtigungen in den Raum zu stellen und unschuldige Menschen, wie Frau Kapaschewa, für sich zu missbrauchen," kommentierte Dr. Rakhat Aliyev die heutigen Vorwürfe.

Den haltlosen Anschuldigungen darf ich folgende objektive Fakten gegenüberstellen:

  • Die beiden ehemaligen Manager der kasachischen "Nurbank" - das vermeintliche Entführungsopfer Herr Timraliyev und Herr Gilimov -wurden wegen Unterschlagung von Bankgeldern entlassen. Gilimov wurde auf Grund dessen bereits inhaftiert, Timraliyev ist seither auf der Flucht vor den Finanzbehörden. In diesem Zusammenhang darf ich Sie auf eine offizielle Homepage der kasachischen Finanzbehörde verweisen, aus der genau das hervorgeht: http://www.finpol.kz/rus/wanted/?cid=18&page=3 (eine Übersetzung des dortigen Textes finden Sie untenstehend)
  • Pikanterweise existiert zwischen dem Bürgermeister von Almaty, der letztlich für die Suche von Timraliyev verantwortlich ist, und dem verschwundenen Manager ein familiäres Naheverhältnis.
  • Bis heute haben die kasachischen Behörden keine konkreten Hinweise, dass es sich tatsächlich um eine Entführung handeln könnte.
  • Der ehemalige Botschafter Kasachstans in Österreich, Dr. Rakhat Aliyev, begrüßt alle Untersuchungen, die das Verschwinden Timraliyevs aufklären können.
  • Deshalb hat Dr. Aliyev bereits vor Monaten eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zum Wiederauftauchen Timraliyevs beitragen können.

- Bisher haben sich alle Vorwürfe Kasachstans als haltlos erwiesen. Zuletzt als der vermeintliche Tod einer kasachischen Journalistin Dr. Aliyev zu geschrieben werden sollte. Wie das Nachrichten-Magazin Profil berichtete, handelte es sich dabei jedoch um eine Falschmeldung.

Im Zusammenhang mit dem von Kasachstan angestrengten Auslieferungsverfahren gegen Dr. Aliyev sind die österreichischen Gerichte zu einem eindeutigen Urteil über die Qualität und Glaubwürdigkeit der kasachischen Behörden gekommen: In Kasachstan gibt es kein faires Verfahren im Sinn der EMRK. Darüber hinaus wurde der tatsächliche Gehalt der kasachischen Zeugenaussagen und die Anschuldigungen gegen Dr. Aliyev - inkl. der Vorwurf der Entführung -als höchst zweifelhaft bewertet.

Übersetzung des Eintrages zum Verschwinden von Hrn. Timraliyev auf der offiziellen Homepage der kasachischen Finanzbehörde:

DEPARTMENT FÜR DEN KAMPF GEGEN DAS WIRTSCHAFTSVERBRECHEN UND DIE KORRUPTION (FINANZPOLIZEI) ZU ALMATY

Das Department für den Kampf gegen das Wirtschaftsverbrechen und die Korruption (Finanzpolizei) zu Almaty fahndet nach dem Bürger Timraliev Zholdas Gaparovich, geboren am 12.05.1967, geboren im Atyrausker Gebiet, der der Verbrechen im Sinne der Art. Art. 177 T. 3 P. "b", 220 T. 1 des Strafgesetzbuches der Republik Kasachstan, Strafsache Nr. 07751705110155 vom 12.03.2007, vorbeugende Maßnahme "Haft", Fahndungs-Akt-Nr. 07750605410010 vom 20.03.2007, beschuldigt wird.

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