Mailath: Präsentation der "Gerngrossäule" von Franz West

Wien (OTS) - Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny
enthüllte heute, Mittwoch, in der Rahlgasse in Mariahilf die Gerngrosssäule von Franz West gemeinsam mit dem Künstler, dem Namen gebenden Architekten Heidulf Gerngross und der Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann.

Entstanden ist die über fünf Meter hohe Säule im Rahmen des Kunst- und Architekturprojekts "cultural sidewalk - Gumpendorf 2000":
Leerstehende Geschäftslokale zwischen der Rahlgasse und dem Flakturm wurden von 70 Kunstschaffenden gestaltet und der öffentliche Raum damit belebt. Für vier Wochen wurde die Gerngrosssäule von Franz West, seit Jahren im Ranking der weltweit bekanntesten Künstler an prominenter Stelle vertreten, am Fuße der Rahlstiege aufgestellt. Seither war es der Wunsch der Stadt Wien, die Aufstellung der Säule in permanenter Form am ursprünglich dafür vorgesehen Ort zu ermöglichen. "Ich freue mich, dass wir ein Kunstwerk von Franz West für den öffentlichen Raum verwirklichen konnten", so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. "Die Gerngrosssäule markiert, gleich einem Wahrzeichen, den Eingangsbereich in die Gumpendorferstraße, die sich in den letzten Jahren zu einer Kunst- und Kreativmeile entwickelt hat".

"Wahrzeichen" von Gumpendorf: Die Gerngrosssäule

Die Gerngrosssäule zeigt einen aus Plastikeimern zusammengesetzten Turm, der von einem Ei bekrönt wird. Der Stapel ist mit Straßenmarkierungsfarbe bemalt, sodass sie unter Bestrahlung leuchten kann. Auf dem Ei haftet der spiegelverkehrte Schriftzug "Gerngross", damit ein "Küken, das sich noch im Inneren befindet, den Namen richtig lesen kann", so der Künstler. "Ich habe den Eindruck, dass Personen seit längerem keine Denkmäler gesetzt werden. Ich finde es auch nicht wichtig, dass das Denkmal auf die hingewiesene Person weltbedeutend sein muss, sondern sozusagen der Heilige vom Grätzel ist. Und das scheint mir bei Gerngross so zu sein. Ein unbedarfter Passant mag denken, dass es ein Gedenkstein des nahen Kaufhauses wäre, diese Koinzidenz macht die Säule vielleicht noch prägnanter", erklärt Franz West.

Die 564 cm hohe Säule ist in Beton ausgeführt und wurde auf einem Fundament errichtet. Die Kosten des Kunstwerks samt Modell betrugen 198.000 Euro und kamen aus Mitteln der "Kunst im öffentlichen Raum Wien", eine Initiative der Ressorts Kunst und Wissenschaft, Stadtentwicklung und Verkehr sowie Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung. (Schluss) rar

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