Pilz/Grüne Wien kritisiert Geldverschwendung im Wiener Gesundheitswesen

BM Häupl muss die Mittel für eine gerechte Gesundheitsversorgung einsetzen

Wien (OTS) - "Es ist bedauerlich, dass sich Bürgermeister Häupl in der laufenden Finanzierungsdebatte als uneinsichtig und reformunwillig präsentiert", kommentiert die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, die jüngsten Wortmeldungen Häupls. "Wer die längst existente Zwei- Klassen-Medizin in Wien bekämpfen will, muss sich für tiefgreifende Reformen entscheiden. So liegen beispielsweise zu den öffentlichen Wiener Spitälern keine differenzierten Leistungszahlen vor, die aber eine Voraussetzung für optimale Ressourcenplanung darstellen."

Spitalsbetten stehen leer, während anderenorts PatientInnen am Gang liegen. In vielen Abteilungen herrscht ab Mittag Nachtbetrieb. "Damit wird die Infrastruktur uneffizient genützt", so Pilz. Außerdem sollte schon längst ein Vorschlag für die Neuregelung der Ärztehonorare am Tisch liegen, diesen bleibt die Stadtregierung jedoch schuldig, obwohl der Verfassungsgerichtshof die Wiener Regelung als verfassungswidrig aufgehoben hat.

Wien muss schleunigst seine Hausaufgaben im Spitalswesen erledigen. Doch gerade dort, wo man eigenständig entscheiden kann, zeigt sich, dass man nicht sorgsam mit dem Geld der Versicherten umgeht: Die Krankenanstalt für die Gemeindebediensteten, das Sanatorium Hera, ist chronisch unterbelegt. Nahezu jedes zweite Bett steht ständig leer. Die Kosten für die Anstaltspflege in der "Hera" betragen etwa 22 Millionen Euro, dem stehen Erträge von nur 4 Millionen Euro gegenüber.

"Die Vorschläge der Grünen, diese Betten für die Behebung des Mangels in der Palliativbetreuung einzusetzen, wurde von der Rathausmehrheit aber unverständlicherweise zurückgewiesen", schließt Pilz.

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